Führung: Was ich von guten und schlechten Chefs lernte | Becoming Armin L Rau - #200

Shownotes

Über Führung wird oft anhand von Titeln, Rollen oder persönlichen Eigenschaften gesprochen. In der Praxis zeigt sich jedoch vor allem unter Druck, ob jemand Orientierung gibt, Verantwortung übernimmt und Menschen durch schwierige Situationen führen kann. Genau dort wird auch sichtbar, wo Überforderung, Unsicherheit oder Ego beginnen, Führung zu ersetzen.

In der 200. Folge von Lessons to Grow spricht Armin Rau über gute und schlechte Chefs, über Erfahrungen aus rund zwanzig Jahren internationalem Management, über mehr als zehn Jahre Unternehmertum und über die Frage, welche Führungsmuster Vertrauen, Klarheit und Leistungsfähigkeit stärken oder langfristig beschädigen.

Ein wichtiger Teil der Folge beschäftigt sich mit schlechter Führung. Armin beschreibt fachliche Experten, die in der Führungsrolle überfordert sind, Menschen, die Unsicherheit durch Druck oder emotionale Ausbrüche ausgleichen, und Führungskräfte, deren Selbstdarstellung wichtiger wird als die gemeinsame Aufgabe. Für Mitarbeiter entstehen daraus häufig Unsicherheit, Zynismus und innere Kündigung.

Dabei geht es nicht nur um klassische Chef-Mitarbeiter-Verhältnisse. Armin überträgt diese Muster auch auf Investoren, Mentoren, Kunden oder andere Beziehungen, in denen Abhängigkeit entsteht oder zumindest so empfunden wird. Gerade deshalb wird es wichtig, Optionen aufzubauen, bevor eine einzelne Beziehung zu viel Gewicht bekommt.

Den Gegenpol bilden Führungspersönlichkeiten, die Klarheit geben, Resultate einfordern und gleichzeitig Unterstützung anbieten. Gute Führung verbindet klare Anforderungen mit Vertrauen, Verantwortung mit Nachverfolgung und Menschlichkeit mit Resultatsorientierung. Besonders prägend sind für Armin dabei Erfahrungen mit Führungskräften wie Eduardo Montes und David Andrews, an denen er Fokus, Professionalität, Umsetzungsdisziplin und Mut zu Prinzipien erlebt hat.

Die Folge ist zugleich ein Rückblick auf Armins eigenen Weg vom Softwareentwickler zum internationalen Manager und später zum Unternehmer. Aus MBA, Konzernkarriere, internationalen Rollen, Drucksituationen und Rückschlägen entstanden klare Führungsgrundsätze: Resultate zählen, Vision gibt Richtung, Menschen brauchen Unterstützung, Kritikfähigkeit ist notwendig, Ego darf nicht über der Sache stehen und Führung muss auch unter Druck menschlich bleiben.

Diese Episode ist besonders relevant für Unternehmer, Geschäftsführer, Führungskräfte, KMU und wachstumsorientierte Organisationen, die verstehen wollen, wie gute Führung in schwierigen Situationen wirkt und warum Klarheit, Gelassenheit, Verantwortung und Resultatsorientierung zusammengehören.

Du erfährst in dieser Folge unter anderem:

* warum fachliche Stärke allein noch keine gute Führung ausmacht
* wie Überforderung, Ego und Unsicherheit Führungsverhalten beeinflussen können
* weshalb Abhängigkeit gegenüber Chefs, Investoren, Mentoren oder Kunden strategisch kritisch werden kann
* wie gute Führung Klarheit, Vertrauen, Verantwortung und Resultatsorientierung verbindet
* warum Gelassenheit, Zahlenorientierung und Umsetzungsdisziplin für Führung unter Druck wichtig sind
* wie Armin aus eigenen Erfahrungen seine heutigen Führungsgrundsätze entwickelt hat

Wenn Du verstehen willst, welche Muster gute und schlechte Führung über Jahre hinweg prägen und was Du daraus für Deine eigene Rolle als Unternehmer, Geschäftsführer oder Führungskraft ableiten kannst, dann lohnt sich diese Folge besonders.

Möchtest Du erfahren, wie diese Strategien speziell auf Dein Unternehmen zugeschnitten werden können?

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Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen bei Lessons to Grow, dem Podcast für gute Unternehmensführung in Zeiten des Umbruchs.

00:00:07: Ich bin Armin A. Rau, internationaler Manager und Unternehmer.

00:00:11: Heute ist Jubiläum!

00:00:13: Du hörst gerade die zweihundertste Folge von Lessons To Grow Und ich möchte heute über gute Chefs und schlechte Chefs sprechen.

00:00:22: Über das, was ich in meiner eigenen Laufbahn erlebt habe – was ich daraus gelernt habe – und was vielleicht auch du daraus mitnehmen kannst!

00:00:31: Und all das kommt direkt nach dem Intro.

00:00:53: The T-Shirt.

00:00:54: Ich war selbst Teil der C-Suite, ich habe eng mit den sogenannten Superstars der Corporate World zusammengearbeitet in Deutschland, in UK, in Frankreich und in der Schweiz – in internationalen Umfeldern, in und außerhalb der Firmen und Unternehmen.

00:01:11: Ich habe eine ganze Menge dort gesehen!

00:01:14: Zu zweihundertsten Folge will ich deshalb aus dem Nähkistchen

00:01:18: plaudern.".

00:01:19: Es geht um Muster, um gute Chefs, um schlechte Chefs und Typen.

00:01:24: Um Mentoren, um Kunden, um Investoren – um alle Situationen in denen man abhängig ist formal oder gefühlt.

00:01:33: Zunächst aber Danke!

00:01:35: Danke für Euer Vertrauen, danke für Eure Treue.

00:01:39: Wir gehen auf zehntausend Streams zu, bei Lessons to Grow haben knapp fünfhundert Abonnenten und ich freue mich wirklich sehr dass diese Sammlung an Erfahrungen die ich aus rund zwanzig Jahren internationalem Management und inzwischen über zehn Jahre Unternehmertum weitergebe offenbar geschätzt wird.

00:01:58: Also steigen wir direkt ein!

00:02:01: Und ich fange mit den schlechten Chefs an.

00:02:04: Da gab es zum Beispiel den promovierten Informatiker, den fachlich ordentlichen Experten.

00:02:09: Ein bisschen Exzentriker ein bisschen bunter Paradiesvogel durchaus amüsant der dann plötzlich aber Chef von ungefähr dreißig Menschen wurde.

00:02:20: als Führungskraft war er komplett ungereignet.

00:02:23: das ist ein Muster dass ich häufiger gesehen habe der Experte Der kreative Sonderling, der fachlich starke Mensch wird zur Führungskraft gemacht.

00:02:34: Danach wird es für alle schwierig – die Mitarbeiter müssen irgendwie lernen damit umzugehen und irgendwann beginnt jeder sich seine eigenen Umwege zu bauen!

00:02:45: Dann gibt es die andere Sorte, die ist deutlich unangenehmer Menschen, die Überforderungen Stress oder innere Unsicherheit durch emotionale Ausraster kompensieren.

00:02:56: Bis hin zum Kolerika habe ich alles erlebt.

00:03:01: Man muss allerdings dazusagen, in frühen Jahren meiner Karriere war autoritäre Führung noch absolut gängig.

00:03:08: Einschüchterung von Mitarbeitern war ebenfalls gängigehört.

00:03:11: zum Geschäft – viele Dinge die damals normal waren, könnte man heute gar nicht mehr machen und das ist auch gut so!

00:03:18: Wir Mitarbeiter haben damals gelernt, irgendwie damit umzugehen.

00:03:22: Man hat geschluckt, man hat eingesteckt und versucht da durchzukommen.

00:03:28: Heute würde ich sagen, Emotionen und Fakten müssen getrennt werden – wer führen will muss seine Emotion unter Kontrolle haben!

00:03:36: Und gerade dann wenn sie stark sind, umso mehr.

00:03:40: Mein Vater sagte früher manchmal, wenn wir als Kinder mal bockig waren Renn mal dreimal mit dem Kopf gegen die Wand.

00:03:46: vielleicht wird es besser.

00:03:48: So drastisch muss man es natürlich nicht machen oder sehen, und auch im Falle meines Vaters war das ja im Prinzip eine Metapher.

00:03:56: Aber der Punkt ist klar – erst mal runterkommen, atmen dann auf die Fakten schauen!

00:04:03: Wie geht man mit solchen Chefs um?

00:04:05: Bei echten Cholerekern oder bei Menschen, die mit Psychoterror arbeiten gibt es nur begrenzte Möglichkeiten.

00:04:12: Man kann es direkt ansprechen.

00:04:14: Meistens kommt dabei wenig heraus, weil sich solche Menschen häufig in Ausflüchte retten.

00:04:20: Man kann den offiziellen Weg gehen über Instanzen im Konzernwärts beispielsweise die Personalabteilung.

00:04:26: Auch das ist oft schwierig, weil einen dann schnell mangelte Loyalität unterstellt wird oder man subtil zurückbekommt, dass man die Dinge besser nicht eskaliert hätte – vielleicht sogar, daß man zu empfindlich ist?

00:04:38: Das kommt alles vor!

00:04:40: Wenn jemand Mitarbeiter vorführt, klein macht oder systematisch einschüchtert würde ich heute sagen Geh entweder den offiziellen Weg oder geh direkt zum CEO.

00:04:49: Und wenn der CEO dann nicht hinter dir steht, dann geh.

00:04:53: Es gibt Dinge die gehen nicht und du bist attraktiver als du in der Situation denkst.

00:04:59: haltet ihr das immer vor Augen.

00:05:02: Ich habe mir früher viel zu viel selbst gefallen lassen, aus Angst wegen der Karriere, wegen der nächsten Position.

00:05:10: Wegen der Investorenkette wie ich das heute manchmal nenne also die Kette an Mentoren die befriedigt werden müssen oder von denen du abhängig bist für deine Karriera.

00:05:20: man denkt man müsse das jetzt irgendwie aushalten.

00:05:23: Heute sehe ich das anders, wobei mir völlig klar ist, dass es immer schwierig ist, Dinge im Nachhinein zu betrachten mit dem Wissen was man dann hat.

00:05:34: Weiter zu den Cheftypen.

00:05:36: Weitere Cheftyp die ich kennengelernt habe ist das Wumpelstilschen so nenne ich ihn jetzt mal.

00:05:41: jemand der in seiner Rolle völlig überfordert war der sich fast kaputt gearbeitet hat aber intellektuell und fachlich nicht die Kapazität hatte die Rolle auszufüllen.

00:05:51: Auch keine akademische Ausbildung in dem Fall, was an sich überhaupt kein Problem wäre wenn jemand trotzdem Substanz und Führungskraft mitbringt.

00:05:59: In diesem Falle war es aber nicht so – er konnte uns Mitarbeiter fachlich nicht überzeugen und versuchte das durch subtilen und manchmal auch weniger subtilen Druck auszugleichen.

00:06:10: Und damit sind wir einen wichtigen Punkt.

00:06:12: Es geht immer auch um Abhängigkeit.

00:06:14: Das kann dir ja mit Chefs passieren Aber es ist auch übertragbar Mit Investoren Mit Mentoren Mit Kunden Mit Aufsichtsräten.

00:06:22: Immer dort, wo du abhängig bist oder dich abhängiger fühlst kann dieses Machtverhältnis ausgenutzt werden.

00:06:29: Eine gewisse Zeit muss man so etwas vielleicht erdulden Aber irgendwann sollte man sich Optionen suchen nach Optionen Sich umschauen.

00:06:38: Das ist eine der wichtigsten Lehren aus schlechten Chefs.

00:06:40: Mach es später selbst nicht So Als Vorgesetzter Nicht als Mentor Nicht als Unternehmer Nicht als Investor?

00:06:47: Nicht.

00:06:49: Dann gibt es den nächsten Typ, den der sich selbst zu gut verkauft hat.

00:06:52: Jemand geht in ein Bewerbungsgespräch, verkauft sich brillant?

00:06:56: Bekommt eine Rolle für die er bei Weitem nicht vorbereitet ist und dann sitzt er da!

00:07:02: Mein Lieblingsprofessor Neil Thornberry vom Babson College nannte so einen Typen einmal den Country Clubber.

00:07:09: Das ist einer, der durch die Gegend läuft oder durch die Gänge in diesem Falle als wäre das Ganze ein Country Club.

00:07:15: Schön auftreten, ein bisschen Konversation und ein bisschen Stil als wäre man auf der Aida unterwegs.

00:07:23: Inhaltlich aber wenig Substanz – und das darf natürlich niemand merken!

00:07:28: Ich habe gesehen wie so etwas zu Millionen Verlusten geführt hat.

00:07:33: Solche Leute sind oft weniger unangenehm als Kuleriker.

00:07:37: Sie schreien nicht, sie machen nicht unbedingt offen Druck.

00:07:40: Aber sie verschleiern, sie spielen, sie weichen aus und irgendwann wird es teuer.

00:07:46: Und das ist sehr gefährlich!

00:07:51: Ich hatte früher das Problem, dass ich Inkompetenz in der jeweiligen Rolle schwer ertragen konnte.

00:07:57: Man hat mir das angemerkt – Mittelmaß auch.

00:08:00: Ich habe bis heute meine Probleme mit Mittelmaße.

00:08:04: Ich gebe zu da bin ich manchmal radikal Und man hat mir das wohl auch angemerkt.

00:08:10: An der ein oder anderen Stelle durfte ich dann auch meinen Hut nehmen, aber wie sagt man so schön?

00:08:18: Ich konnte mich im Spiegel immer noch anschauen!

00:08:25: Aber inhaltlich bleibe ich auch dabei, wenn Menschen fachlich und inhaltig überfordert sind.

00:08:30: Und diese Überforderung überspielen wird es wie ich gerade sagte gefährlich.

00:08:35: Das zieht sich bei vielen schlechten Chefs durch.

00:08:38: Ich sage manchmal salopp die hatten keine Ahnung.

00:08:41: das ist natürlich überspitzt und übertrieben.

00:08:43: was ich meine ist überforderd not big enough for the job.

00:08:49: Das ist aus meiner Erfahrung eines der Hauptmuster schlechter Führungen.

00:08:52: Es gibt auch die Variante, bei der jemand intellektuell durchaus versteht was er tut.

00:08:57: Fachlich also gar nicht dumm.

00:08:59: aber diese Menschen bauen eine Scheinwelt auf.

00:09:02: sie tun so als wären sie etwas was hier nicht sind und das wäre das Team etwas was es nicht ist.

00:09:09: Das merken Mitarbeiter sofort.

00:09:11: Zynismus ist oft die Folge Und dann nehmen Sie sich auch nicht mehr ernst.

00:09:15: Also auch hier bleibt bei der Realität höher auf, Scheinwelten aufzubauen oder vielleicht auch komischen Stories auf den Leim zu gehen.

00:09:26: Dann habe ich auch den Tyrannen gesehen, den Despoten wie da jemand, der mit der Sache überfordert war.

00:09:32: Er tat so als wäre er partizipativ.

00:09:35: in Wahrheit wollte er alles kontrollieren.

00:09:38: wenig Vertrauen in andere vermutlich auch wenig vertrauen in sich selbst.

00:09:44: Kein schlechter Mann im Kern, aber in dem Feld, in dem er mich damals führte überfordert.

00:09:50: Schwer hochgearbeitet aus kleinen Verhältnissen – was nix Schlimmes ist, ich komme selbst aus Kleinen Verhältnisse – wahrscheinlich mit viel Angst im System und daraus wurde dann ein Control Freak menschlich und kommunikativ ungeschickt.

00:10:05: auch das ist sein Muster.

00:10:06: Überforderung wird kompensiert Manchmal durch Schauspieler?

00:10:11: Durch Schauspiel, Entschuldigung wie beim Country-Klubber.

00:10:14: Manchmal durch Druck!

00:10:15: Wie beim Despoten im schlimmsten Fall... ...durch kolärisches Verhalten wie beim Kolariker Und die Folge ist fast immer dieselbe Mitarbeiter gehen in die innere Königung.

00:10:25: Dann gibt es noch den Chef bei dem Ego und eigene Story wichtiger werden als die Sache und die Firma.

00:10:32: Das ist sehr frustrierend.

00:10:34: für Mitarbeiter Sind oft intelligente Leute strukturiert mit guten Ideen auf dem Papier.

00:10:40: Da greift ein Rädchen ins andere, nur in der Umsetzung geht es an der Realität vorbei.

00:10:46: Träumer!

00:10:47: Menschen die ein bisschen Psyduv Steve Jobs sein wollen.

00:10:51: Nur passt das dann nicht zur operativen Wirklichkeit?

00:10:55: Da muss man erstmal seine Hausaufgaben machen und da sage ich dann manchmal etwas derb Wenn ich mit den großen Hunden pinkeln will, dann muss sich auch das Bein hoch kriegen.

00:11:04: Diese Leute sind oft Beratungsresistent Die Ego Menschen, sage ich jetzt mal.

00:11:11: Sie tun so als würden sie auf Mitarbeiter hören?

00:11:13: Als würden sie alle einbeziehen!

00:11:15: Aber am Ende machen sie genau das, was sie ohnehin vorhatten.

00:11:20: Das ist extremst frustrierend und auch hier gehen Mitarbeiter irgendwann innerlich raus.

00:11:27: Innere Kündigung und Zynismus sind die Folge.

00:11:32: Übertragbar wie ich auch gesehen habe, sind diese Defizienzen auf andere Gruppen.

00:11:37: Ich habe Investoren gesehen, die Gründer wie Idioten behandelt haben.

00:11:42: Wirklich!

00:11:42: Literally würde man auf Englisch sagen wirklich.

00:11:45: Ich habe Mentoren gesehen ,die mentis zusammengeschrien haben.

00:11:48: auch gesehen.

00:11:49: ich habe Kunden gesehen die ihren eigenen Druck auf uns als Unternehmer oder Dienstleister abgeladen haben.

00:11:55: ist nach wie vor die Regel Nicht so bei uns, weil wir uns große Mühe geben, solchen Klienten nicht zu arbeiten.

00:12:04: Aber es ist... Wir sehen das im Markt!

00:12:07: Ich sehe das im Markt und in solchen Fällen gilt immer Schau dass du Alternativen findest Beziehungsweise dass Du schon Alternative hast Dass Du Dich nicht In die Abhängigkeit begeben musst.

00:12:17: Andere Investoren andere Stelle andere Kunden.

00:12:20: Und ja manchmal muss man auch den Mut haben sich mal von einem Kunden zu trennen Nicht immer klein beigeben und sagen, wir brauchen das Geld.

00:12:30: Das ist Unsinn!

00:12:32: Irgendwann muss man klare Prinzipien haben – nicht aus Trotz sondern auch Selbstschutz und Selbstachtung.

00:12:40: In der Corporate World in der Welt der Großkonzerne habe ich mir viel zuviel gefallen lassen.

00:12:46: als Unternehmer mache ich es nicht mehr.

00:12:49: Und damit kommen wir jetzt mal zu den guten Chefs.

00:12:53: Und das ist ein ganz anderes Thema.

00:12:55: Ganz am Anfang meiner Karriere hatte ich einen Chef, der sehr strukturiert war.

00:12:59: Sehr zielgerichtet, unterstützend, offen.

00:13:02: Zudem konnte man gehen.

00:13:03: Wenig Hierarchie gehabt habe, trotzdem klare Linien.

00:13:06: Wenn etwas schief ging, konnte er aufs Sagen – so geht das nicht!

00:13:10: Das ist sehr gute Führung.

00:13:14: Unterstütz'n und gleichzeitig etwas einvornen.

00:13:17: Offen zuhören.

00:13:18: Orientierung geben.

00:13:19: Klare Linie ziehen.

00:13:22: Dann hatte ich einen Chef, der sich wirklich Zeit genommen hat.

00:13:25: Auch inhaltlich!

00:13:27: Das hat mich sehr beeindruckt damals.

00:13:29: Der ist in Eingebote reingegangen – in Proposals und Berichte.

00:13:33: Er hat mit verbessert und nicht einfach nur von oben kommentiert.

00:13:39: Einmal hatten wir einen Workshop zu einem Riesenangebot.

00:13:43: Ging da um hundertdreißig Millionen damals.

00:13:45: Und dann konnte er auch mal sagen, hört mal zu Leute hier geht es jetzt nicht um blau-blaa Und darum noch einen tollen Workshop mit Social Part und irgendwelchem touchy-feely Gedöns zu machen.

00:13:57: Hier geht es darum ein Ziel zu erreichen, was brauchen wir jetzt um dieses Ziel zu erreichen?

00:14:02: Und dann all hands to the pump!

00:14:05: Es sind gute Leute, Macher, Menschen die etwas bewegen.

00:14:10: Ja und dann natürlich einer meiner großen Vorbilder Eduardo Montes den darf ich hier nennen früher Countrymanager oder Landeschef von Siemens Spanien, damals schon ein fünf Milliarden Unternehmen.

00:14:25: Einer meiner Chefs und später auch im Siemens Vorstand sogar gelandet aufgrund seiner guten Leistungen.

00:14:32: Ein außergewöhnlich guter Manager und Lieder.

00:14:34: was war ein Eduato so stark?

00:14:37: Fokus!

00:14:38: Absolut der Fokus.

00:14:40: Struktur klare Forderungen.

00:14:42: man wusste immer woran man war kein Gelaber, kein Lavieren.

00:14:51: No non-sense wie man aussagt.

00:14:53: und vor allem er hat vorgelebt was er von anderen erwartet hat.

00:14:57: zum Beispiel Wenn ich bei ihm die Zahlen präsentierte dann konnte es vorkommen der sagt eher da irgendwo an ihn das stimmt was nicht oder beziehungsweise das schließt sich mehr nicht.

00:15:08: Nome Quadra hat immer gesagt Nome Quadra Armin, Nome quadra.

00:15:12: Also das heißt in der E sieben zwanzig ist etwas und dann musste mal ihm das erklären.

00:15:16: also Das ist Führung, dass man auch bereit ist mal ins Detail zu gehen und nicht nur immer fordern mach du mal sondern vor Leben.

00:15:25: Dann hatte ich nach meiner Auslandszeit in Deutschland jemanden bei dem ich viel über Gelassenheit gelernt habe oder besser gesagt der mir Gelaßenheit gewünscht hat.

00:15:36: Es war der erste der das so... Also es haben vielleicht viele erkannt aber der Erste der mir das subtil in einer Wittmung in einem Büchlein rübergebracht hat Ja, er hat mir Gelassenheit gewünscht und das fiel es mir wie schuppend von den Augen.

00:15:51: Und das ist auch über zwanzig Jahre her und seitdem arbeite ich an meiner Gelassenheide.

00:15:56: Das is ein Thema, an dem ich in Leben lang schon arbeite.

00:16:03: Wie sagt man immer so schön selbsterkennend?

00:16:05: Es iß der erste Schritt zur Besserung.

00:16:07: Ich kann jedem, der unter Druck steht nur raten daran zu arbeiten!

00:16:11: An der Gelassenheit, wenn es dir nicht gegeben ist.

00:16:13: Unternehmer, Manager, Geschäftsführer von KMU – genau die Leute mit denen ich hier meine Erfahrungen bei Lessons to Grow teile!

00:16:20: Ihr kommt regelmäßig unter Druck.

00:16:22: Manche stehen sogar unter Dauertruck und das ist ganz schlimm.

00:16:27: Gelassenheid bedeutet für mich zunächst, die Dinge so nehmen wie sie sind.

00:16:33: Nicht hadern auf die Fakten schauen, sich nicht wünschen es wäre anders weil es eben nicht anders ist.

00:16:39: Und dann zu fragen was isst das Beste was ich aus dieser Situation machen kann?

00:16:45: Leichter gesagt als getan!

00:16:48: Manche Menschen haben diese Gabe von Natur aus.

00:16:52: mein Vater hat sie er ist neunzig Jahre alt meine Oma väterliche Seite.

00:16:56: seit hatte sie neunundneinzig geworden.

00:17:00: Mein Schwiegervater auch der wird jetzt im September vierundneunzig.

00:17:03: Das ist bewundernswert.

00:17:06: Ich selbst werde dieses Level vermutlich nie erreichen, ich bin anders gebaut!

00:17:10: Mehr Antrieb mehr Ehrgeiz mehr Lust auf großen Erfolg das ist die Kehrseite geringerer Gelassenheit.

00:17:20: Wie sagte Bruce Lee sei immer glücklich aber nie zufrieden.

00:17:25: Aber als Führungskraft muss man eine gewisse Form von Gelassenkeit an den Tag legen.

00:17:31: Wir hatten gerade in meiner Agentur kein besonders gutes erstes Quartal, aber nicht so der Bringer.

00:17:37: Also... Nicht existenzgefährdend, aber auch nicht so dass wir alle hier hoher geschrien hätten.

00:17:43: Dann muss man gelassen und nüchtern auf die Situation schauen Gemeinkosten ansehen ganz ganz wichtig.

00:17:48: da steckt der Tod eines jeden Unternehmens in den Gemeinkosten.

00:17:52: was ist wirklich nötig?

00:17:53: Was stabilisiert?

00:17:54: Und dann zurück zu den Basics.

00:17:56: Ja zum Beispiel im Vertrieb Gespräche führen Gespräche anbahnen rein statistisch unterwegs sein wieder in die Pötte kommen.

00:18:04: Das haben wir geschafft, es geht wieder besser und auch das hat mit Gelassenheit zu tun oder mit Nüchternheit.

00:18:11: Nüchlernheit fällt mir persönlich leichter als Gelassenhalt.

00:18:15: Kommen wir zurück zum Cheftypen.

00:18:16: Dann gab es bei mir den Mentor der mir Verantwortung gab sehr wichtig CEO Milliarden Unternehmen.

00:18:23: ich war irgendwo in den unteren Rängen der Hierarchie verankert.

00:18:29: von dem wurde ich entdeckt Und der hat mich dann mal nach Sydney geschickt, um eine Outsourcing-Opportunity zu beurteilen.

00:18:38: Commonwealth Bank of Australia kann ich heute sagen große Bank, Ewigkeiten her und dort sollte ich eine Entscheidungsvorlage machen.

00:18:45: Das habe ich sehr ernst genommen.

00:18:47: klar weil mir die Verantwortung gegeben wurde und ich glaube ich habe es gut gemacht.

00:18:52: Mein Mentor fand das auch und so kann man sehen, wie Vertrauensvorschuss dann auch zu guten Leistungen führt.

00:18:58: So ein klassisches Beispiel guter Führung.

00:19:01: Du gibst jemandem Verantwortung sogar in bisschen mehr Verantwortung als er zu diesem Zeitpunkt schon sicher tragen kann.

00:19:08: Bite off a little bit more than you think u can chew ist hier das Prinzip.

00:19:13: Und dann bist du da... ...als Führungsgrad wenn Unterstützung nötig ist weil ansonsten kann auch schon mal die Gefahr sein, dass du dich an dem Abfallstück was du gerade abgebissen hast verschluckst.

00:19:23: Das sollen wir vermeiden!

00:19:25: Die guten Führungspersönlichkeiten machen genau das.

00:19:28: sie vertrauen aber auch kein blindes Vertrauen.

00:19:30: Das ist auch immer so sowas wo ich immer darauf hinweise.

00:19:33: Vertrauen muss man sich auch erarbeiten ja?

00:19:37: Die Führungskräfte fordern Sie schaffen Stretch und sie lassen Dich nicht allein Aber Du musst das Vertrauen dann auch rechtfertigen.

00:19:43: Dann kamen weitere absoluter absolutes Highlight in meinen Cheftypen, die ich kennengelernt habe und das war David Andrews.

00:19:50: Den nenne ich jetzt hier auch mal mit Namen weil er so außergewöhnlich gut war.

00:19:55: zusammen mit dem Mentor aus dem Konzern der mich vertraut hat und mit Eduardo Montes gehörte David Andrew zu den inspirierendsten Führungskräften, die Ich erlebt habe.

00:20:07: auf jeden Fall Er war der einzige Der bei mir bei Vorträgen eine Gänsehaut auslösen konnte.

00:20:17: Warum?

00:20:19: Fokus, absolute Professionalität, Zahlenorientierung... warum gut das Storyteller muss man sagen?

00:20:26: Resultatsorientierungen, Unterstützung, Vertrauen da sein, fördern und fordern.

00:20:32: was ganz beeindruckend war, war sein Mut zu den Prinzipien zu stehen.

00:20:38: Das war wirklich immer Wichtig, ein Prinzip zum Beispiel im Sales bei der Firma für die ich damals arbeite.

00:20:48: Ich war damals Marketing und Saleschefter.

00:20:52: Es ging in dieser Firma generell um BPO Deals genaue Enterprise Partnerships in Werte von Hunderten von Millionen.

00:21:01: Da war ein Prinzip ab einem bestimmten Punkt im Kaufprozess des Interessenten, Exklusivität zu erhalten als potenzieller Anbieter.

00:21:09: Also man verlangte, dass keine Gespräche mehr mit unseren Wettbewerbern geführt wurden!

00:21:15: Das wollte einen Milliardenkonzern uns nicht zugestehen.

00:21:19: – die Konsequenz We Walked Away wie David es ausdrückte.

00:21:24: Ein Jahr später kam das Unternehmen zurück und wir machte den Deal.

00:21:27: Aber diesen Mut Den muss man sich auch leisten können.

00:21:32: Man darf sich betriebswirtschaftlich nicht abhängig machen von einzelnen Geschäften oder Transaktionen, das ist der zentrale Punkt.

00:21:41: die Bottom Line muss stimmen und das hatte ich so diesen Mut.

00:21:44: diese Konsequenz hatte Ich so nie erlebt.

00:21:47: und bei Andrews kam noch etwas hinzu dass ich So auch nie vorher und nie nach wer wieder erlebt habe.

00:21:53: ich nenne Das exekutive Disziplin.

00:21:55: man könnte auch sagen Umsetzungsdisziplin Ganz ganz wichtig.

00:22:02: Also eine ganz klare Linie, wenn etwas beschlossen wurde, wurde es umgesetzt.

00:22:09: Er wurde nicht links und rechts geschaut.

00:22:11: Manchmal war das was umgesetzt wurde vielleicht nicht perfekt manchmal falsch aber es wurde umgesetzt.

00:22:18: diese Umsetzung stärker habe ich selten gesehen.

00:22:22: zwar der absolute Hammer.

00:22:25: Wichtig ist auch Zahlenorientierung.

00:22:27: Da sind wir bei einem anderen Chef oder in einer anderen Kultur.

00:22:32: Give me the numbers, hieß es immer in dem OS-Konzern für den ich einmal gearbeitet habe.

00:22:37: Give Me The Numbers, House Business.

00:22:39: Am Ende lügen die Zahlen nicht!

00:22:41: Was haben wir davon?

00:22:42: wenn wir alle happy sind und uns alle gerne haben und Verluste machen dann?

00:22:47: Das is Unsinn.

00:22:50: Zahlen müssen in den Mittelpunkt, aber eben zusammen mit Unterstützung Gesprächen und Hilfe.

00:22:57: Ich erinnere mich an ein Telefonab mit meinen Chef aus den USA.

00:23:00: Das saß ich im ICE nach Berlin Und die Zahlen stimm... Stimmt nicht bei mir!

00:23:06: Das Gespräch dauerte vielleicht zehn Sekunden.

00:23:09: Er sagte Armin we can't lose that much money so do something about it.

00:23:15: Ja dann hing ja auf.

00:23:17: Ja war eine klare Ansage.

00:23:18: Ich wusste aber auch, wenn ich ihn brauchte, dann war Radar.

00:23:24: Also habe ich etwas getan und danach als es funktioniert hatte, war ich wie man so schön sagt in his good books.

00:23:30: Klare Ansagen sind wichtig, Klarheit ist wichtig.

00:23:34: Dann gab es den CEO eines großen Telekom-Konzerns... Da war nicht mehr direkt der Chef, aber ich hatte den auf dem Radar sozusagen, der war im Dunstkreis.

00:23:43: Der war das CEO, ich war vielleicht so zweit oder dritte Führungsebene.

00:23:50: Der hatte Ausstrahlung, aber nicht diese künstliche Ausstahlung des Poten.

00:23:54: Wer alle eng an der Kandare hält eine andere Art von Ausstahlung internationaler Erfahrung weltmännisches Auftreten mehr Sprachigkeit kulturelle Affinität.

00:24:05: wenn du ein wirklich guter internationaler Lieder werden willst dann reicht Englisch nicht.

00:24:09: Du musst dich in Kulturen hineinbegeben, über die Sprache hinausgehen.

00:24:14: Du musst Interesse haben.

00:24:16: Liebe zur Kultur!

00:24:17: Du musst Menschen fühlen

00:24:19: können.".

00:24:21: Dann kannst du richtig gut werden.

00:24:23: Und die besten?

00:24:24: Haben eine Vision – sie können führen und managen.

00:24:30: Sie können eine Vision formulieren, Menschen dafür gewinnen und sie dann auf dem Weg zur Umsetzung führen.

00:24:38: Die stärkste Vision, die ich einmal mit einem Team hatte war in England.

00:24:40: Da leitete ich ein Pre-Sales Consulting-Team.

00:24:43: Wir waren so zwölf Leute ungefähr im Ganzen Alles junge, junge Leute super motiviert alle mit MBA ausgestattet Alle mit den Hufen scharren und nach großen Herausforderungen suchen.

00:24:54: Und wir waren im sehr komplexen internationalem Umfeld unterwegs auf riesigen BPO-Deals und auch vereinzelt bei der Delivery!

00:25:02: Unsere Vision war We make a difference.

00:25:06: Wir wollten abends nicht aus der Firma oder vom Projekt gehen und sagen, ob ich heute hier war oder nicht ist egal.

00:25:14: Das wollte mir auf keinen Fall!

00:25:15: Genau das hatte ich mal zwei Jahre in einer Position erlebt und ich weiß wie schlimm sich das anfühlt – es hat mich sehr belastet.

00:25:22: Ich wollte jeden Tag spüren, aber ich habe einen Beitrag geleistet für meine Kunden, für meine Firma, für den Shareholder Value, für Investoren, für Mitarbeiter, für Kollegen….

00:25:33: Die Guten machen genau das….

00:25:34: Sie machen einen Unterschied.

00:25:36: Sie können eine Vision formulieren, sie haben eine internationale Persönlichkeit – sie haben Substanz!

00:25:43: Welche Muster zeigen sich also bei den guten Chefs?

00:25:47: Visionen haben Begeistern Vertrauen fordern Fördern Klare Resultatsorientierung Knallhater Resultatorientierung wenn es sein muss.

00:25:59: Nachverfolgung.

00:26:00: Klarheit Unangenehme Entscheidungen treffen Mut Umsetzen, umsetzen, nicht nur reden und alles wieder in Fahrgestern.

00:26:10: Entscheidungen auch dann beibehalten wenn sie Nachteile haben – denn es gibt keine Entscheidungen ohne Nachteiler!

00:26:19: Glassenheit üben, wenn Sie nicht von Natur aus da ist für Mitarbeiter Dasein Zusammenarbeit ermöglichen auf Win-Win setzen, wenn man es so nennen will als Chef Mentor Investor Kunde in all diesen Verhältnissen.

00:26:36: Und damit komme ich noch zu einem Teil, den ich unbedingt erzählen will weil er erklärt wie ich selbst zu diesem internationalen Manager und Unternehmer geworden bin und was auch Ich für meine Führung daraus gelernt habe.

00:26:50: als ich Ende zwanzig war war ich noch Software Entwickler.

00:26:53: Meine große Vision war ich will International Manager werden.

00:26:58: Ich breche mehrere Sprachen verhandlungssicher, liebe verschiedene Kultur und verschiedenste Kulturen.

00:27:04: Das war immer so ein Febe von mir aber wichtig ist die Anwendung der Sprache.

00:27:07: ich wollte das im internationalen Management einsetzen.

00:27:11: Das mal sozusagen mein Anwendungsfall.

00:27:14: Damals kaufte ich mir einen Buch.

00:27:16: Ich glaube es hieß The International Manager.

00:27:19: Es kam vom Ashrich Management College Und das war damals, vielleicht heute auch noch.

00:27:24: Ich weiß nicht mehr.

00:27:25: so verfolgt eine der Top Business Schools in UK und international sehr stark in Organizations, Organizations Psychology, Organisational Behavior und solche Sachen.

00:27:36: ich las dieses Buch noch als Software Entwickler und dann saß ich in München in der U-Bahn.

00:27:43: Ich glaube es war die u II irgendwo Kolumbusplatz oder so eine typische u II Haltestellen.

00:27:50: Ein paar Kollegen kamen rein und fragten, was liest du denn da?

00:27:55: Ich zeigte ihnen den Titel.

00:27:57: Gesagt habe ich gar nix!

00:27:59: Und dann lachten sie sich fast kaputt.

00:28:01: International Manager das willst Du werden?

00:28:05: Naja viel Spaß.

00:28:06: Ja ok gut, ich habe die Vision trotzdem verfolgt.

00:28:10: Wenn du eine Vision hast, dann halte an dir fest.

00:28:13: Glaub an dich!

00:28:14: Und ich sagte mir wenn ich Manager werden will Dann ist es vielleicht auch mal ganz gut das zu lernen wie das denn überhaupt geht.

00:28:21: Denn ich hatte ja so viele auch insbesondere Experten gesehen die dann schlechte Chefs geworden sind.

00:28:26: So wollte ich auf keinen Fall werden.

00:28:28: Also machte ich einen MBA?

00:28:30: Heute natürlich wissen das auch ein MBA, die ich nie unbedingt zum guten Chef mache.

00:28:33: Aber das war mein Ansatz damals und den habe ich gemacht an der renommierten und altehrwürdigen Henley Business School in... UK!

00:28:42: Und der MBA war für mich eine Paradigmenwechsel.

00:28:44: als studierter Computerlinguist, Englisch-und Romanist mit Magisterabschluss fühlte ich mich nicht ready.

00:28:52: Der damalige top Personalberater Heiko Mell aus Düsseldorf, der riecht mir Zitat, jetzt gehen Sie mal die extra Meile und machen Ihren MBA.

00:29:02: Dafür haben sie was studiert, was kein Menschen

00:29:04: interessiert.".

00:29:07: Das wirkte!

00:29:08: Und so wurde ich vom Experten zum Generalisten... ...und vom Experte zum Managern….

00:29:14: Ich war ja ein totaler Exot, Software-Entwickler der teilweise in KI geforscht hatte.

00:29:19: Meine Magisterarbeit hatte ich auch zum KI-Thema geschrieben... ...ich war in Projekten des Bundesministeriums für Forschung und Technologie unterwegs im Projekte der Europäischen Union usw.

00:29:30: Und dann kam eben das Management dazu und das war mein Katholisator!

00:29:35: Dann ging es richtig ab.

00:29:37: mit siebenunddreißig war ich im oberen Führungskreis eines Großkonzerns wirklich bei den Jüngsten dabei Ein elitärer Zirkel, der Software-Entwickler im Management Circle.

00:29:48: Ich hatte Countrymanagementpositionen.

00:29:50: dann bekommen in sehr komplexen Umfeldern, Matrixstrukturen, international verschiedene Kulturen und verschiedene Sprachen hochkomplexe Herausforderungen.

00:30:00: Sehr oft mit dem Rücken zur Wand – sehr oft!

00:30:04: Ich habe Firmen gewechselt?

00:30:06: Gehälter wurden verdoppelt.

00:30:07: Ich wurde teilweise wirklich fürstlich entwohnt.

00:30:11: Heute sage ich manchmal Es war Schmerzensgeld.

00:30:14: Das klingt vielleicht wie eine Helden-Story, bisschen pathetisch – aber eine Heldensstory sieht in Wahrheit anders aus!

00:30:21: Bei mir war da Angst.

00:30:23: Er war totale Unsicherheit….

00:30:24: Da war Schmärz.

00:30:26: Aber ohne Angst und ohne Schmerz kommt man auch nicht voran... Ein Athlet der nicht bereit ist zu leiden wird nicht besser.

00:30:34: No pain no gain, wie es mir auch Neil Thornberry von Babson College einmal

00:30:39: sagte.".

00:30:40: Dormiria ging es zeitweise wirklich ans Eingemachte.

00:30:43: Ich hatte einmal in Madrid, in der Flughafen-Lounge eine Panikattacke.

00:30:47: erst viele Jahre später wurde mir klar dass das seine Panikattack war.

00:30:50: ich bin jetzt über sechzig und das war die einzige Phase Gott sei Dank in meinem Leben in der ist soweit gekommen ist in der auch so etwas passiert ist weil ich mich einfach so stark belastet habe.

00:31:01: nur um weiterzukommen Das sind die Schattenseiten.

00:31:07: Ich bin von Projekten gefeuert worden, weil ich meine Meinung gesagt habe.

00:31:11: Auch aus Positionen!

00:31:12: Ich bin Opfer von Kost-Cuttingprogrammen geworden, weil man einfach den rausgeworfen hat der am teuersten war – auch wenn ich einen guten Job gemacht hatte.

00:31:22: Manchmal stockt die Karriere auch, weil mein im falschen Netzwerk ist oder weil sich das Netzwerk in dem man wahr plötzlich auflöst.

00:31:30: Das ist mir auch passiert.

00:31:31: Manchmal fliegt man halt eben auf die Schnauze.

00:31:35: Aus all dem sind meine Führungskunstsätze entstanden.

00:31:38: Meine Führungs- und Managementlehre will ich es nicht nennen.

00:31:42: Philosophie ist auch zu hochgegriffen, heute haben ja sogar Fußballer schon eine Philosophied.

00:31:47: Und... Es sind eher meine Gedanken!

00:31:50: Die sind relativ einfach.

00:31:52: Erstens, Resultate gehen vor.

00:31:55: Alles andere isst Non-sitz.

00:31:57: Wenn keine Resultate kommen und Resultaten müssen auch relativ schnell kommen, denn man kann nicht jahrelang herum lavieren weil man eine tolle Idee hat und denkt das wird schon irgendwie.

00:32:08: wenn du Amazon bist und hunderte von Millionen oder Milliarden investieren kannst ist das etwas anderes.

00:32:13: aber für die meisten Unternehmen gilt Du musst schnell in positive resultate kommen.

00:32:20: zweitens du brauchst eine packende vision wie wie by we make a difference.

00:32:26: Du musst Menschen hinter dir dann auch versammeln, die bereit sind den Weg mit dir zu gehen und diese Vision mit dir zutragen.

00:32:33: Drittens du musst für deine Leute da sein unabdingbar!

00:32:36: Und du darfst dich nicht im Erfolg sonnen wenn es gut läuft und an Schuldige suchen wenn die Karre gegen die Wand fährt.

00:32:45: das geht gar nicht.

00:32:47: Viertens du musst kritikfähig sein.

00:32:49: wahrscheinlich eine der schwierigsten Dinge Hört immer so leicht behauptet ja ich bin ja kritikfähig gerne aber lass dich mal wirklich hart kritisieren.

00:32:56: Dann dann merkst du wie kreditfähig du bist.

00:32:58: du musst diese kritik annehmen dir vornehmen es besser zu machen und das ist sehr sehr sehr wichtig, dann fünftens genauso wichtig check your ego at the door.

00:33:11: ego is Ungünstig.

00:33:13: Ego oder übersteigertes Ego ist nicht hilfreich.

00:33:17: Fachlichkeit, Inhaltlichkeit, Realität... Darauf kommt es an!

00:33:20: Man muss auch mal bereit sein ein New Turn also machen zu machen umzugern und nicht wie einen Lemming auf den Abgrund zuzuhalten nur weil hinter dem Abgrund die Sonne so schön scheint.

00:33:32: ja das habe ich auch gesehen.

00:33:34: Das ist dieses berühmte Ich mach die Kampagne über die Top Line fit.

00:33:38: Das bringt nichts.

00:33:40: Wenn du in einem Boot sitzt und was ein Leck hat, dann musst du das leckstopfen – Wasser schöpfen und das leckschöpfen!

00:33:47: Und nicht die Sehnsucht nach der Insel schüren, die zwei Kilometer vor dir ist.

00:33:57: Das ist ganz, ganz wichtig.

00:33:59: Sechsens fordern, fordern , fordern.

00:34:01: Make them grow by demanding a lot.

00:34:03: Und gleichzeitig fördern, da sein unterstützen Mensch sein, Resultate einfordern.

00:34:08: Klarheit im Positiven und im Negativen.

00:34:12: Keine Angst vor klaren Aussagen, keine Angst auch mal sich von Leuten zu

00:34:17: trennen.".

00:34:19: Das ist dem Kern das was ich gelernt habe aus meiner eigenen Erfahrung und heute in meinen Unternehmen mit knapp zwanzig Mitarbeitern praktiziere.

00:34:29: Aus meiner eigenen Erfahrungen sage ich gerade und natürlich von den guten und vom schlechten Chefs!

00:34:35: Und interessanterweise spiegeln mir meine Mitarbeiter genau diese Prinzipien zurück.

00:34:40: Sie sprechen von Motivation, Entschlussfreudigkeit zwischenmenschliche Kommunikation die wichtig ist, Entscheidungen ohne Angst egal ob positiv oder negativ zuhören Respekt Fehler zugeben aus Fehlern lernen vertrauensvoll zu sein wertschätzend und fordernd.

00:34:59: Das freut mich natürlich weil es zeigt dass von all dem was ich erlebt habe etwas angekommen ist.

00:35:07: Zum Schluss noch die Do's and Don'ts aus dieser Folge, Die Don'tz zuerst Überspiele keine Überforderung Bauer keine Scheinwelten auf.

00:35:19: Kompensiere Unsicherheit Nicht durch Druck.

00:35:23: Werde kein Choläriker Mach Mitarbeiter nicht klein.

00:35:28: Simuliere keine Beteiligung.

00:35:30: wenn du längst entschieden hast Stelle dein Ego nicht über die Sache.

00:35:36: Missbrauche keine Abhängigkeit.

00:35:40: Und wenn du selbst in so einer Abhängigkeitssteckst, such dir Optionen andere Investoren und Kunden anderer Rolle.

00:35:46: Manchmal ist Gehen die beste Entscheidung.

00:35:49: Und nun die Dusse.

00:35:52: Schaffe Klarheit.

00:35:54: Gib Orientierung Vertraue Vordere Förderer Hör zu!

00:36:04: Triff Entscheidungen Bleib bei den Fakten Übel-Gelassenheit Geh zurück zu den Basics, wenn es eng wird.

00:36:15: Schau auf die Zahlen!

00:36:17: Bleib menschlich Sei für deine Leute da Mach aus Talent Verantwortung Halt der Entscheidung auch aus Wenn sie Nachteile haben.

00:36:28: Seimutig Be bold Und vor allem mach ein Unterschied.

00:36:33: Make a different.

00:36:35: Das ist vielleicht der Satz, der für mich am meisten hingeblieben ist.

00:36:40: Ich freue mich total, dass ich diese zweihundert Folgen durchgehalten habe und das ihr mit mir durch gehalten habt.

00:36:48: Beides natürlich mit einem zwingenden Auge!

00:36:51: Dass ihr weiterhin treu seid, da es euch interessiert was ich zu teilen habe.

00:36:56: Manchmal seid ja wahrscheinlich auch andere Meinung.

00:36:58: sehr gut dann kann man darüber sprechen vielleicht auch mal streiten.

00:37:02: ich freue mich auf jeden Kommentar.

00:37:06: Lessons to Grow geht weiter mit Expertengesprächen, aus der Praxis für die Praxis und mit dem Flaggschiff den C Level Views in denen mir beeindruckende Persönlichkeiten aus der C-Suite aus der Vorstandsetage deutscher und internationaler Konzerne und auch aus KMU die Ehre geben.

00:37:24: Und natürlich auch mit meinen Einordnungen – den Einordnung von Armin Elrao zu guter Unternehmensführung in Zeiten des Umbruchs.

00:37:35: Und noch etwas zum Schluss, ganz zum Schluss jetzt!

00:37:39: Diese Folge widme ich allen Menschen von denen ich lernen durfte – im Guten wie im Schlechten, meinen früheren Chefs, meinen Mentoren, meinen Coaches, meinen Kunden, meinen Klienten, meinen Investoren, mein Kollegen und meinen fantastischen heutigen und früheren Mitarbeiter.

00:37:57: Und ganz besonders widme Ich diese Folge meinem viel zu früh verstorbenen Story Telling Coach Uwe von Krawenstein.

00:38:05: Ohne Uwe gäbe es wahrscheinlich keine zweihundert Folgen, Lessons to grow!

00:38:10: Danke Uwe und danke dem ganzen Team von Geschichten die verkaufen.

00:38:14: Ich freue mich auf den nächsten Zweihundert folgen.

00:38:17: bis dahin It's all about growth.

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