C-Level View: Das Wünschbare möglich machen. Mit Tanja Wielgoß, CEO Stella Circle - #201
Shownotes
Viele Führungskräfte erleben ihre Rolle heute als permanente Reaktion auf Krisen, Termine und neue Anforderungen. Der Kalender ist voll, die operative Taktung hoch und gleichzeitig nimmt die Unsicherheit im Umfeld weiter zu. Gerade dadurch entsteht leicht der Eindruck, dass strategisches Handeln erst wieder möglich wird, wenn mehr Klarheit da ist. Doch genau darin liegt ein zentrales Missverständnis: Der Nebel wird sich nicht einfach lichten.
In dieser Folge von Lessons to Grow spricht Armin Rau mit Tanja Wielgoß, Gründerin und CEO von Stella Circle, über gute Unternehmensführung in Zeiten hoher Komplexität. Im Zentrum steht die Frage, wie C-Levels, Geschäftsführer, Unternehmer, KMU und Scale-ups aus dem reinen Reaktionsmodus herausfinden und wieder aktiv Zukunft gestalten können.
Für Tanja beginnt gute Führung mit Empowerment und Gestaltung. Exzellente Führung braucht darüber hinaus ein klares Bild einer wünschbaren Zukunft. Diese Zukunft darf kein von oben vorgegebenes Schicksal sein, sondern muss als Möglichkeit verstanden werden, die Organisation gemeinsam zu mobilisieren und konkrete Schritte abzuleiten.
Ein zentraler Hebel dafür ist bewusste Denkzeit. Wer führen will, muss aus alten Termin- und Reaktionsmustern aussteigen, Zeit für Orientierung blocken und vom Ende her denken. Durch Backcasting werden aus Zukunftsbildern konkrete Maßnahmen für das Heute. So entsteht Richtung, ohne darauf zu warten, dass das Umfeld wieder einfacher wird.
Auch Governance, Compliance, Geopolitik und Diversifizierung werden in diesem Gespräch nicht als Nebenthemen behandelt. Richtig eingeordnet schaffen sie Verlässlichkeit, klare Rollen und bessere Steuerbarkeit. Gerade für KMU und Scale-ups können Fokus, Pragmatismus, KI und Offenheit für neue Sichtweisen zu echten Vorteilen werden.
Ein roter Faden bleibt dabei Empowerment. Zukunftsbilder werden erst wirksam, wenn Menschen in der Organisation die Möglichkeit bekommen, tatsächlich einen Unterschied zu machen. Häufig ist nicht die Menge der Arbeit das größte Problem, sondern das Gefühl, dass die eigene Arbeit nichts verändert. Gute Führung schafft deshalb Räume, in denen Wirksamkeit entstehen kann.
Diese Episode ist besonders relevant für Unternehmer, Geschäftsführer, C-Levels, KMU und Scale-ups, die in komplexen Märkten nicht nur auf Sicht fahren wollen, sondern Orientierung, Fokus und Zukunftsfähigkeit aktiv gestalten möchten.
Du erfährst in dieser Folge unter anderem:
warum gute Führung heute mehr braucht als Reaktion auf Krisen wie Think Time Führungskräften hilft, wieder Richtung zu gewinnen weshalb eine wünschbare Zukunft Orientierung und Energie freisetzen kann wie Backcasting aus Zukunftsbildern konkrete Maßnahmen ableitet warum Governance, Compliance und Diversifizierung gute Führung unterstützen können weshalb Empowerment und Wirksamkeit zentrale Führungsaufgaben sind
Wenn Du verstehen willst, wie Führungskräfte trotz Komplexität, Geopolitik und operativem Druck wieder Orientierung schaffen und Zukunft aktiv gestalten können, dann lohnt sich diese Folge besonders.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen bei Lessons to Grow, dem Podcast für gute Unternehmensführung in Zeiten des Umbruchs.
00:00:06: Heute haben wir wieder ein Ziel-Level-Gespräch hier bei uns und zwar als Gast freue ich mich die Tanja Wielgost begrüßen zu dürfen.
00:00:15: sie ist Co-Künderin und CEO von Stellar Circle auch Künderin vom FC Victoria Berlin Aufsichtsrätin
00:00:22: usw.,
00:00:22: da.
00:00:23: wir sprechen heute
00:00:24: über
00:00:25: Gute Unternehmensführung aus C-Level Sicht und das machen wir direkt nach dem Intro.
00:00:37: Hallo Tanja, herzlich willkommen bei Lessons to Grow!
00:00:41: Hallo ich freue mich jetzt zu sein.
00:00:44: Ich freue mich auch.
00:00:44: Tanja magst du am Anfang ein bisschen was zu dir sagen und dich vorstellen?
00:00:49: Darüber hinausgehend, was ich jetzt mal so in Kürze da schonmal anklingen habe lassen
00:00:55: Ja, ich glaube was noch interessant sein könnte ist also ich liebe es Welten zu wandeln.
00:01:01: Und bin vor der Ausbildung.
00:01:03: Herr Politologin habe interessanterweise vielleicht auch für den ein oder die andere in jener studiert direkt nach der Wende insofern Praxis und Theorie direkt verbunden mit der Ansage, du wirst auf jeden Fall arbeitslos.
00:01:16: Das hat sich ja dann doch ein bisschen anders dargestellt.
00:01:20: Ich war mal im Verband eine Geschäftsführerin für Airlines.
00:01:24: Ich habe in der Beratung gearbeitet bis hin zur Partnerin dort zuständig für Aviation und den ganzen Europa-Middle East Africa Bereich.
00:01:35: dann gedacht, ich gehe auch mal in ein Unternehmen direkt.
00:01:38: Und zwar... In dem Fall als Vorstandsvorsitzender.
00:01:42: Es hört sich jetzt alles so leicht an wenn man das nochmal vertiefen würde.
00:01:45: Gamstuff deutlich viel mehr Stolpersteine dazwischen aber in der Kürze der Zeit was jetzt extrem kurz war.
00:01:52: dann bei der Berliner Stadtreinigung vorstands- vorsitzende und technische Vorstände und das gleiche auch bei der Wattenfall Wärme in Deutschland.
00:02:00: Das sage ich ja auch gerne absichtlich so weil politisch Politologin ist ja vielleicht nicht prädestiniert, zumindest im typisch deutschen Sinne für so eine Position.
00:02:10: Ich glaube aber genau das braucht das Land – zumindest ab und zu!
00:02:14: Bin ich ganz genau bei dir, Tanja.
00:02:15: Könnte ich jetzt auch schon wieder fünf Minuten referieren?
00:02:17: Aber das ist nicht meine Rolle, weil du sollst uns ein bisschen Wasser zählen.
00:02:20: und deswegen zu meiner ersten Frage schon!
00:02:23: Es geht ja um gute Unternehmensführung by Lessons to Grow und vor dem Hintergrund würde mich sehr stark mal deine Sicht auf gute Unternehmerführungen interessieren.
00:02:34: was unterscheidet denn schlechte von guter und gute von exzellenter Führung?
00:02:40: Eine gute Unternehmensführung hat immer zwei Ansprüche.
00:02:44: Das eine ist Empowerment, also wirklich möglichst viele Kräfte in einer Organisation zu mobilisieren gerade heute in den Zeiten wo wir auch wirklich mal alleine gar nicht mehr alles überblickten können und hat den Anspruch zu gestalten, also wirklich tatsächlich noch einen Unterschied zu machen.
00:03:04: Und wenn wir dann in das Exzellenz-Level gehen, dann würde ich sagen, exzellente Führung hat ein klares Bild von der wünschbaren Zukunft und hält die nicht als ein von oben auf oktroiertes Schicksal sondern als Möglichkeit tatsächlich selber zu gestalken.
00:03:23: Wenn sie dann wirklich excellent ist, gelingt es... ihr diesem Ziel mit einem gute Stück näher zu kommen.
00:03:30: Was sind die Voraussetzungen dafür?
00:03:33: Ich glaube, die Varaussetzung sind immer dass das mal selber eine gewisse Demut auch mitbringt und versteht, dass das alleine also die Zeiten, dass ich bin der Manager und ich verstehe was Sache ist.
00:03:47: Und ich gebe die Instruktionen, dass diese Zeiten wirklich vorbei sind ja das mal einen Sinn für Komplementarität im Team hat auch Versteht Teams so zusammenzustellen, dass es wirklich sehr verschiedene Kompetenzen gibt, die man da zusammenbringen kann und dann auch das loslassen können.
00:04:06: Das natürlich auch ein Riesenthema und ich glaube auch eine gesunde Portion Optimismus hilft immer.
00:04:14: Du arbeitest ja Stichwort Stellar Circle auch regelmäßig mit Führungskräften.
00:04:19: Siehst Ihre Herausforderungen heutzutage jetzt mal abgesehen von denen, die du jetzt andere für sich schon implizit hast anklicken lassen?
00:04:25: Wo sind denn heute so in der heutigen Welt gerade auf Vorstandsniveau oder Geschäftsführungsniveau?
00:04:31: Wo liegen da so die Hauptherausforderungen mit den Führungskräfte heute sich auseinandersetzen müssen und wie können sie denen am besten begegnet?
00:04:40: Ja, du sprichst das Thema Stella Circle an der Sache eine ganz kurze Klammer.
00:04:44: Wir arbeiten tatsächlich bei Stella Circle.
00:04:46: Wir sind sozusagen in einer Sea Level Navigatur.
00:04:49: Wir haben zwölf Navigatorennen und die sind alle Ex-Sea Levels und die wiederum arbeiten ihreseits mit rund zehn... Mitgliedern zusammen, die eben auch auf diesem Level sind.
00:05:01: Insofern haben wir tatsächlich ein ganz gutes Bild darüber was die Managerin so umtreibt und ich glaube das Top-Thema war schon immer aber ist es vielleicht noch mehr heute dass getrieben sein also sich wirklich von seinem eigenen Kalender auffressen zu lassen von den Dauerkrisen ständig aufsicht zu fahren uns einfach nicht zu schaffen mal die notwendige Ruhe zu finden Ja, wieder sich so zu justieren dass eine Richtung klar ist und das führt dann wiederum dazu.
00:05:33: Da sind vielen Unternehmen die Leute in sich verschiedene Richtungen laufen und sich damit eigentlich selber lahmlegen oder aber und es noch schlimmer gar nichts mehr getan wird und mal sowieso wie ein Kaninchen vor der Schlange denkt.
00:05:45: jetzt muss ich erstmal warten bis der Nebel sich gelichtet hat und die schlechte Nachricht ist einfach der Nebe wird sich nicht mehr richten.
00:05:52: Ich kenne es auch sehr gut aus meiner Zeit als internationale Manager.
00:05:56: Ich habe eigentlich immer gehofft, dass irgendwie mal besser wird.
00:05:59: Aber es scheint immer intensiver zu werden.
00:06:01: Ich bemühe da immer gerne das Bild von der Flipperkugel ja?
00:06:05: Die irgendwie so von Bumper zu Bumpa geschossen wird und ja irgendwann fällt sie dann unten ins Loch rein als Armor-Seal Level.
00:06:13: Wenn du dich nicht irgendwelche Vorsehungen triffst... Ja was können Sie machen?
00:06:19: Also um da sage ich mal aus diesem Hamsterrad zumindest temporär eben man muss ja eigentlich Irgendwo drin ist, das gehört glaube ich zum Spiel dazu.
00:06:28: Aber wie schafft man es immer mal wieder auszusteigen?
00:06:31: Wie macht man das?
00:06:33: Diese Ruhe, von der du auch mal...
00:06:37: Ich glaube, das ist ehrlich gesagt gar nicht so schwer.
00:06:39: Man muss nur ein bisschen rausgehen aus diesen alten Mustern.
00:06:42: Also meistens kommen wir in eine Position und dann gibt's zig Regeltermine die schon immer da waren sich irgendwie angebliche Verpflichtungen, die man dann halt einfach so wahrnimmt.
00:06:54: und da sich wirklich tatsächlich einfach die Zeit zu nehmen, mal zu sagen wo muss ich wirklich da sein?
00:07:00: Wo kann ich delegieren?
00:07:02: Welches Meeting hat eigentlich viel zu viele Teilen nimmt?
00:07:05: Ich würde sagen neun von zehn sind zumindest in großen Corporates.
00:07:12: Man sieht auch wirklich ganz bewusst und wirklich auch akribisch diese Zeit zu blocken.
00:07:19: Also wir haben auch Members bei uns, die haben wirklich auch großartige Instrumente wie sich selber entwickelt.
00:07:25: Die machen ganze ThinkVX um sich dann mal wieder raus zu ziehen einmal im Quartal und sie sind natürlich am Ende wenn man Ergebnisse misst oder das immer wenn jemand da geht und man fragt sich was hat der oder die gerockt?
00:07:39: Dann fällt einem bei dem einen oder der anderen einfach nichts ein und bei den einem und der anderen dann wiederum mindestens drei, vier Sachen die wirklich gut sind oder eine ganz große Sache.
00:07:49: Und das macht wirklich den Unterschied.
00:07:51: also wirklich dieses vom Ende her denken ist eben mein Lieblingsthema.
00:07:54: ja wenn ich da gehe was soll da passiert sein?
00:07:58: Das hilft schon sehr viel und wirklich diese Verpflichtung für sich zu nehmen.
00:08:04: Ich bin Führungskraft Grat an das Fremdbestimmtheit zulassen, aber ich muss mich auch selber dann auch wieder empowern.
00:08:13: Also fällt mir Bill Gates ein, der war ja glaube ich dafür bekannt, dass er weiß jetzt nicht mehr in welchem Rhythmus, also den ganzen Woche irgendwie rausgenommen hat.
00:08:22: Auch bei einer nicht ganz kleinen Firma um dann irgendwie zu lesen oder so.
00:08:27: Ich glaube die größte Herausforderung ist einfach trotzdem dem... Insbesondere heute mit der Hyperkonektivität, der Versuchung dann auch zu widerstehen.
00:08:34: Also tatsächlich auch wirklich nicht seine WhatsApp-Nachrichten zu schauen oder sein Handy in die Hand zu nehmen oder die ihm jetzt zu checken.
00:08:42: Ja und ich glaube so ein kleiner Selbsttest kann auch sein.
00:08:44: also wie oft reagiere ich?
00:08:47: Und wie oft agiere ich auch gerade wenn du sagst WhatsApp Nachrichten.
00:08:51: Also habe ich zum Beispiel einfach so Zeitslots in denen ich einfach mal zwanzig Nachrichten beantworte das ist aktiv Oder es kommt was rein.
00:09:00: Ich gucke drauf, bin schon wieder abgelegt, abgelenkt, reagiere direkt darauf und das ist natürlich dann schon sehr schwierig da nochmal im klaren Gedanken zu fassen.
00:09:10: Genau der Punkt der Reaktivität versus Aktivität.
00:09:14: Jetzt ist Compliance und Governance gerückt immer mehr in den Vordergrund an und für sich gibt's das Thema schon seit ... Den Anfang der Nullerjahre fing damals mit der Enron-Krise eigentlich so ein bisschen an.
00:09:29: Hattest du denn die da verschärft durch Finanzkrise und so weiter?
00:09:32: Es ist präsent wie nie, wie ich finde, obwohl jetzt ESG im europäischen Raum etwas weniger an Schwung verloren hat aber es geht ja trotzdem nicht weg.
00:09:43: Wie verändert das Führung heutzutage?
00:09:45: also dieser starke formale Charakter auch oder die formalen Anforderungen, die heutzuttage an die Sea Levels aufgestellt werden?
00:09:55: Also ehrlich gesagt, ich glaube es ist erst mal schon ein guter Trend.
00:09:58: Das Compliance heißt ja nichts anderes als Ich halte Regeln ein und dass das irgendwie der Gewisse Selbstverständlichkeit, trotz Trump-Zeitalter noch hat.
00:10:09: er im europäischen Raum ist glaube ich ein Riesenassid und es auch ein Assid was wir europäisch tatsächlich noch viel mehr nutzen sollten weil das heißt ja auf Deutsch Verlässlichkeit.
00:10:20: Und wenn ich wirklich gut Wirtschaften will dann kann ich das viel besser wenn mich auf den Partner einstellen und mich auf denen verlassen kann als anders.
00:10:28: und deswegen denke ich immer Compliance Governance sind zwei wesentliche Voraussetzungen, um tatsächlich eine gute Unternehmensführung zu managen.
00:10:38: Ich glaube auch dieses ganze Jammern über die Bürokratie ist zwar verständlicher und ich, gerade als Startup-Unternehmerin muss ich schon oft sagen habe ich schon auch manchmal die Situation dass sie tief durchatmen muss aber im Endeffekt ist das halt immer wo kann was beeinflussen.
00:10:56: Und ich kann über die Bürokratie jammern oder ich finde halt Tools, um mit der besser zurechtzukommen und da ist ja auch kaine Riesenchance.
00:11:04: Aber da kann ich ehrlich gesagt die meisten Anforderungen auch easy also easy vielleicht nicht aber auf jeden Fall schon gut managen und das dann tatsächlich mal als Chance nutzen, um mein ganzen Datenwust mal ein bisschen in Ordnung zu bringen und dann eine gute Compliance und Governance draufzusetzen.
00:11:22: und Governments wiederum heißt er hauptsächlich weiß wer was zu tun hat und halte da auch gewisse Rollen ein.
00:11:30: Und das macht es für eine Organisation normalerweise deutlich leichter, gut zu managen als andersherum.
00:11:36: Also ich finde wenn man sich einfach nochmal für sich selber durchdenkt und neu definiert dann kann man in Compliance und Covenants wirklich auch einen USB sehen.
00:11:48: Ja, denke ich auch, wenn man es vernünftig anwendet.
00:11:50: Ich hatte gestern noch ein spannendes Gespräch mit einem Organisationsexperten und da ging's in das Thema Holocracy ja sehr aus.
00:12:00: so'n neues Konzept ist relativ neues Konzept und gerade da witzigerweise je freier die Menschen arbeiten sollen desto mehr Regeln braucht man.
00:12:08: Und vor dem Hintergrund ist das vielleicht auch ein Beispiel wie man sagen kann proaktiv dann auch solche Regelwerke nutzen kann zum eigenen Nutzen.
00:12:15: Ja, und das ist super dass du das sagst weil gerade dieses agile arbeiten.
00:12:19: Ich meine viele wenns eh auch schon gemacht haben aber es ist ja immer wieder spannend wenn ich richtig agil arbeite mit Scrum Master und meinen verschiedenen Sprints usw.
00:12:29: dann habe ich eine unglaubliche Stringenz dahinter Und die macht es eigentlich erst so mächtig zu arbeiten.
00:12:38: Das ist genau das Gegenteil von dem was viele, die sich nicht mit dem Thema befasst haben.
00:12:44: Sich darunter vorstellen es ist eben kein Chaos arbeiten sondern ein sehr durchdachter Prozess.
00:12:51: Ja genau und vor allen Dingen viel geeigneter in den Umfeldern in denen wir uns heutzutage überwegen ja die immer schneller sich wandeln und immer komplexer werden da sind.
00:13:00: bei einem nächsten Punkt geopolitisch tut sich auch einiges und die Lage ist vielleicht so komplex und herausfordernd wie selten zuvor.
00:13:10: Was stürzt da auf die Führungskräfte, auch die C-Levels ein?
00:13:16: Und was können sie tun um in so wirklich sehr schwer planbaren Situationen oder Umfeldern sich geschickt zu verhalten und effektiv zu agieren.
00:13:32: Gut, als Politologin ist es natürlich ein Thema das ich hervorragend finde.
00:13:37: Dass er das jetzt auch in Deutschland ja in die Ziel-Level Ränge einzieht.
00:13:43: Ich habe auch in Frankreich studiert und auch promoviert Da war Geopolitik schon immer ein Topthema Und man hat auch eben scheinbar sehr klaren Zeiten schon sehr aktiv gemanagt, weil so klar wie das alles in der Rückschau schien war es ja auch selbst damals nicht.
00:14:04: Und also von daher glaube ich ist es eine Aufgabe eines Management sich einfach breiter mal aufzustellen und die Märkte viel breiter zu analysieren und natürlich faktisch auch ein Geschenk in Bezug auf das Risikomanagement.
00:14:19: weiß jetzt, was ich eigentlich schon immer hätte wissen sollen.
00:14:22: Ich sollte nie nur auf eine Karte setzen und da war in Deutschland ja schon Erfahrung dass wir das auch sehr leichtsinnig gemacht haben stichwort Gas oder auch Abhängigkeiten von China in dem einen oder anderen Thema.
00:14:35: aber auch wenn man jetzt transatlantisch guckt und ich glaube ist es jedem klar geworden, dass eine Diversifizierung auch geografisch total viele Chancen beinhaltet und da sehen wir auch einige Managerinnen die dadurch richtig neue Geschäft generieren weil sie einfach Märkte in den Blick nehmen diese vorher nicht präsent hatten.
00:14:58: Ja und insofern geht's halt wieder in das Richtung Flexibilität, Diversifikation und aktives Managen eines scheinbar ja nicht beeinflussbaren Umfelds.
00:15:11: Also auch das große Revival oder die große Stunde des Szenarioplannings?
00:15:16: Klar, absolut.
00:15:18: Also Szenario-Planning... Auch das sind wirklich diese ganzen alten Tools!
00:15:26: Aber die sind einfach schon immer gut gewesen, weil das halt auch diese geistige Agilität dann nochmal fördert in Szenarien zu denken und sich dann auch noch mal zu überlegen.
00:15:36: Okay, wenn das eintritt was passiert denn eigentlich?
00:15:39: Und manchmal ist es ja tatsächlich so, dass man dann wirklich scheinbar wirklich sehr weit auseinander liegende Szenare hat, dass trotzdem ein gewisses Set an Maßnahmen immer gleich bleibt.
00:15:50: Das ist wirklich total interessant!
00:15:53: Absolut.
00:15:53: und Foresighting, also der ganze Toolkasten den schon lange gibt.
00:15:59: Der kommt jetzt wieder mehr aus der Mottenkiste und ist aktueller denn je!
00:16:05: Grüße.
00:16:05: schon gut war es auch heute meistens noch gut.
00:16:08: Wir haben das in Ordnung.
00:16:09: mal mit der guten alten Value Chain von Porter gearbeitet macht ja auch Spaß irgendwie
00:16:14: Ja und uns natürlich was man schon sagen muss durch die Tools von heute ja also gerade die die wahnsinnige Intelligenz, die wir natürlich in dieses Thema kriegen ist es halt auch so viel leichter.
00:16:25: Und die Simulationen sind so viel besser als früher.
00:16:28: insofern sind zwar quasi alte Instrumente, aber natürlich maximal empowered durch KI und Ähnliches.
00:16:37: Ja, man kann sich schneller mit Leben füllen.
00:16:38: also viel der früheren Fleißarbeit fällt eben weg und die Produktionsschübe sind ja enorm.
00:16:45: Was ist dann so?
00:16:46: die zwei drei wichtigsten Maßnahmen, die DC Levels jetzt ergreifen dürfen in diesem Kontext?
00:16:54: Also Komplexität, geopolitisches Umfeld usw.
00:17:00: Ich glaube ja generell, dass das... also ich bin ein großer Fan von Future Leadership.
00:17:08: Und Future Leadership heißt für mich erstmal so eine wünschbare Zukunft mit seiner eigenen Organisation sich zu bauen.
00:17:18: und Wünspar heißt natürlich nicht nur Wünschbar es darf ja nicht komplett Realitätsfern sein sondern ist quasi die Schnittmenge aus Wünschebar und Wahrscheinlich.
00:17:26: und wenn ich das gemacht habe dann bin ich schon mal ein Riesenschritt weiter.
00:17:31: Und wenn ich dieses Bild habe, bleibt es oft dabei, wenn man dort aufhört, muss ich wirklich Backkasten.
00:17:38: Also das heißt, ich komme von hinten ins Heute und überleg was da an Maßnahmen notwendig ist.
00:17:45: Das ist natürlich unglaublich befriedigend!
00:17:49: Ich hab das zum Beispiel bei Wattenfall Wärme einmal gemacht.
00:17:51: Da ging's darum... Die Wärme ist ja in Deutschland immer noch zu ninety-fünf Prozent fossil.
00:17:56: Zumindest damals gewesen, jetzt ein bisschen besser der Prozentsatz aber unwesentlich und die Ingenieure konnten sich das nie vorstellen dass es geht vom hier aus gedacht.
00:18:06: Aber als wir dann einmal gesetzt haben okay, die ist komplett grün die Wärmen Dann auf einmal machten sich so viele Ideen Umsetzungsmöglichkeiten fest.
00:18:17: Und wir haben vor allem wahnsinnig viel Geld gespart, weil wir natürlich alles auf dieses eine Ziel hin ausgerichtet haben.
00:18:25: und das Dritte ist natürlich dass trotzdem die Welt weitergeht uns zu Veränderungen kommt und war dann immer wieder neu bewerten sollte.
00:18:32: ändert sich deshalb der Plan.
00:18:34: Auch da kann ich nur sagen in den meisten Fällen ändert es sich ja gar nicht.
00:18:37: Man denkt immer Riesenereignis und jetzt muss ihr alles anders machen.
00:18:40: also Stichwort Wir hatten diesen Plan und dann kam Corona Und dann gab es ganz viele, okay das mit dem müssen wir jetzt einmotten.
00:18:47: Dann haben wir uns noch mal zurückgelehnt auch wieder was wir vorhin gerade gesagt haben und gesagt ok warum?
00:18:52: eigentlich sollten wir uns zurücklehnen können nicht grade jetzt umso mehr machen weil beispielsweise die ganzen Straßen alle frei waren.
00:19:00: das heißt man kann die Wärme leitungen viel besser nochmal sozusagen auf einen neuen Stand bringen weil da fahren jetzt nicht so viele Autos usw.
00:19:13: Umwege gegangen oder ein paar Abkürzungen genommen, aber das Ziel konnte gleich bleiben.
00:19:17: Deswegen glaube ich so diesen Dreiklang der hilft wirklich ungemein und er gibt vor allem nach Organisationen auch die Sicherheit, die sich so viele wünschen um eine Richtung.
00:19:30: Absolut wichtiger Punkt also.
00:19:34: einerseits sehe ich da blank sheet of paper approach eigentlich ja als Beispiel von Wattenfall einfach mal vom Ziel aus gehen.
00:19:42: Nicht irgendwie bestehendes unbedingt bis zum geht nicht mehr optimieren, sondern einfach auch mal wirklich mit weißem Plattpapier anfangen.
00:19:49: Das finde ich sehr, sehr spannend und glaube auch dass das enorme Ideen und Energien freisetzen kann wie du...
00:19:57: Ja, aber warte, warte.
00:19:58: Also da würde ich schon einhaken weil das haben wir natürlich nicht gemacht, weil wir hatten ja so viele wirklich teure Assets.
00:20:04: und wenn ich Kraftwerke habe die da stehen und die tatsächlich fünfzig Jahre laufen können und ich würde dann kompletten Greenfield Approach machen, dann wäre der schon sehr unrealistisch, weil ich kann nicht so viel Stranded Assets mir in meiner Bilanz leisten.
00:20:18: Das heißt es war schon eine Mischung aus Tatsächlich, okay so soll es aussehen.
00:20:25: Aber mit den bestehenden Essens wie kann das gehen?
00:20:28: Also in dem Fall hieß das natürlich dann Wasserstoff eine Umrüstung von Kraftwerken auch im Wasserstoff und dann ein flexibles Agieren zwischen wenn ich negative Strompreise habe Dann muss sie natürlich anders produzieren als wenn die Strompreis weil Dunkelflaute gerade auf Rekordhöhe sind Und dann setze sich beide Instrumente komplementär ein.
00:20:51: Ja, das meinte ich auch.
00:20:52: Also von der Ideenwelt her Greenfield aber die limiting Factors, die kommen davon ganz alleine und da kommt dieser Aspekt rein, den du eben gesporen hast.
00:21:03: Wünschenswert also Schnittmenge zwischen wünschenswärts und machbar glaube ich oder?
00:21:09: Ja genau!
00:21:11: Das finde ich hier wirklich sehr, sehr spannend damals auch anzugehen.
00:21:15: Weil wie gesagt die Limiting Factors kommen von ganz alleine.
00:21:18: Absolutely!
00:21:20: Lessons to grow richtet sich insbesondere an KMU und an Scaleups von der Zielgruppe her.
00:21:26: daher würde mich auch dein View interessieren auf diese Welt denn KMUs bzw.
00:21:32: Scaleups erst recht nicht haben natürlich nicht dieselben Mittel wie Konzerne.
00:21:38: dennoch sind sie oft mit disruptiven Umfeldern, mit Umbrüchen konfrontiert.
00:21:44: und welche Gedanken beziehungsweise Impulse hast du für die Menschen, die uns jetzt aus diesem Umfeld gerade zuhören?
00:21:53: Also ich glaube manchmal ist das wirklich ein Essenten KMU zu sein.
00:22:00: Weil die Vielzahl an Mitteln und Möglichkeiten, aber auch innerbetrieblicher Bürokratie können ja brutal leben.
00:22:11: Und wenn ich kleiner bin und dann nicht mehr für jedes einzelne Feld meine Abteilung oder den Experten habe, muss ich natürlich viel stärker fokussieren.
00:22:21: Mein Eindruck ist auch, dass das vielen KMU tatsächlich gut gelingt ein Fokus für sich selber zu finden und auch eine Konzentration auf Umsetzung.
00:22:31: Weil ich natürlich nicht so arbeitsteilig unterwegs bin, dass niemand mehr das große Ganze sieht sondern im Gegenteil das große ganze ist eigentlich das was die ganze Organisation jeweils beflügelt und der Pragmatismus wie gehe ich mit bestehenden Systemen und Regeln um?
00:22:47: Der es ja dort auch stärker ausgeprägt.
00:22:49: also Da, glaube ich, gibt es eine riesen Chance.
00:22:53: Wo die Herausforderung schon ist, ist das man manchmal auch nicht natürlich in allen Fällen aber in einigen Fällen stark so bisschen auf alte Rezepte setzt.
00:23:06: Wenn man das jetzt sieht... Also jetzt hat die Allwright-Stiftung ja gerade den neuen Bericht rausgebracht.
00:23:11: Ich habe den sogar hier liegen.
00:23:14: Modernisierung später, das ist die Liste der Familienunternehmen.
00:23:19: Und für Familienunternehmens sind ihnen jetzt komplett wieder zurück in dieses Thema.
00:23:24: ich besetze wie immer schon besetzt habe und verpassen die Chance durch diese unterschiedlichen Sichtweisen in meinem Unternehmen tatsächlich ja diese notwendige Agilität mit reinzubringen.
00:23:39: Ich glaube da ist schon ein gewisser Punkt wo man einfach auch acht geben muss, wenn wir allerdings und das sieht man ja auch weil ehrlicherweise gibt es ja auch genug die sind da super unterwegs.
00:23:50: Wenn man das dann zulässt und das schafft da auch so eine Power reinzubringen durch den frischen Wind einerseits um die Tradition und Stabilität und den Fokus andererseits hat man da schon Riesenchancen.
00:24:02: Also würdest du sagen ist Riesenpotenzial da?
00:24:07: Klar insbesondere Ja, klar.
00:24:11: Die Schwerfälligkeit im Mittelstand nicht so da ist wie im Konzern trotzdem die Herausforderung sich modernisierung schneller und schneller zu öffnen und einfach offener zu sein also sicherlich auch im digitalen Raum besser es sich zu verankern.
00:24:30: verstehe ich das richtig?
00:24:31: ja absolut und ich meine gerade weil du eben sagst Digitalisierung KI.
00:24:35: ich mein KI kann ja wahnsinnig viel Bürokratie auch ersetzen, weil man natürlich dieses ganze Wissen quasi in der Schublade jetzt hat.
00:24:45: und wenn man es dann noch schafft seine eigenen Daten zu einem Goldschatz zu machen.
00:24:52: Aber da geht halt der Trend hin... neben nach den large language Models, dass man jetzt eher auf eine eigendaten getriebene KI dann auch kommt.
00:25:02: und da hat man natürlich also wenn man das mit wirklich Lust angeht.
00:25:06: Da hat man schon riesen Chancen.
00:25:08: Ich warte wirklich auf die KMUs, die das Thema KI Robotik Maschinenbau mal verbinden weil ich mein da ist ne Riesen Chance für Deutschen.
00:25:18: Ja, die Chancen sind endlos.
00:25:21: Man muss nur ergreifen bzw auch an sie glauben und vielleicht mit dem selben Enthusiast muss an die Dinge gehen wie du ihn hier gerade vermittelt in deinen Aussagen.
00:25:34: Wachstum ist ja ein zentrales Thema, sowieso.
00:25:38: Alternative zur Wachsum haben wir irgendwie auch noch nicht so richtig gefunden, weder volkswirtschaftlich noch in den Unternehmen.
00:25:43: Es geht immer zentrall um Wachstem.
00:25:45: Jetzt haben wir allerdings dieses Umfeld, dieses komplexe und schnell sich änderte Umfeld.
00:25:51: Welche Rolle spielen denn überhaupt noch?
00:25:53: Haltest du eben gesagt, wir haben diesen Plan?
00:25:54: Dann sollte man auch die so einfach aufgeben.
00:25:56: Aber mal ganz ehrlich gefuert, welche Rolle spielen denn in so einem Wunffel überhaupt noch Strategien und Pläne oder beziehungsweise was ist der Charakter moderner Strategie?
00:26:09: Also ich würde einfach wiederholen, was ich schon gesagt habe.
00:26:11: Ich glaube diese wünschbare Zukunft also wiederholte Einsichten sind ja immer die besten wie du weißt.
00:26:19: Aber diese wünschbare Zukunft, diese Vision führt sich selber für sein Unternehmen.
00:26:24: Die hat einen Wahnsinns... wirklich Magneteffekt und kann eben helfen.
00:26:31: Also man stellt sich so eine Hölle vor, und keiner weiß wo der Ausgang ist – das ist ja wirklich grauenhaft!
00:26:36: Aber wenn ich weiß, wo der ausgang ist dann keep on walking nach Churchill weil ich genau weiß da draußen wird es dann halt gut.
00:26:45: und deswegen brauche ich unbedingt diese Visionen und auch den Plan dorthin zu kommen die Agilität immer mal zu überlegen, okay ist der Weg dorthin noch der Richtige?
00:26:56: Ganz ganz selten muss man den Plan und Division komplett ändern.
00:27:00: Aber das ist wirklich super selten ja manchmal notwendig aber ich würde sagen in neun neunzig von hundert Fällen eben nicht!
00:27:07: Aber den Weg dahinter einfach ab- und zumal verändern vielleicht tatsächlich mal eine Abkürzung zu nehmen, die es eben jetzt in dieser Welt vielleicht auch gibt weil die eine oder andere etablierte Industrie einfach nicht schritt hält, hat man dann vielleicht als KMU mal eine Chance da reinzukommen.
00:27:25: Oder doch mal einen Umweg zu gehen.
00:27:27: aber zur Wissenokie.
00:27:28: Die anderen müssen den auch gehen.
00:27:29: und wenn ich jetzt schneller schon mal loslaufe, dann habe ich natürlich auf dem Wettbewerbsvorteil.
00:27:33: also Ich glaube wirklich dass man Visionen und Pläne definitiv braucht weil man einfach will das die Organisation in die gleiche Richtung läuft Und es geht nur, wenn man sie hinter einem Ziel versammelt.
00:27:45: Ja, sehe ich ganz genau so.
00:27:47: Das ist auch der letztendlich der Unterschied zwischen Leadership und Management für mich.
00:27:51: Also Leadership hat sehr stark mit Visionen und dem Wünschenswerten von dem du gerade gesprochen hast oder dem Erstrebenswerten zu tun.
00:27:59: Und einen Punkt, der jetzt vielleicht ein bisschen davon abweichert aber den du auch schon erwähnt hast... Ich glaube jeder muss irgendwie das Gefühl haben eine Unterschiede machen.
00:28:12: Also das ist wirklich, es gibt nichts Schlimmeres.
00:28:14: Ich selber war auch schon mal zwei Jahre in so einer Position und es gibt eigentlich nichts Schimmeres als wenn du abends aus der Firma rausgehst und hast das Gefühl ob ich jetzt heute hier war oder nicht?
00:28:22: Das war vollkommen egal!
00:28:24: Und ich glaube, dass gilt es ihnen Gottes Willen zu verhindern.
00:28:29: Ja absolut da sprichste mir voll aus der Seele, weil dieses große Instrument um tatsächlich zur Realisierung von Zukunftsbildern zu kommen ist Empowerment ja tatsächlich die Kräfte im Unternehmen.
00:28:43: freizusetzen, den Menschen die Möglichkeit zu geben tatsächlich einen Unterschied zu machen.
00:28:49: Und bei Burnout wissen wir auch das ist ganz selten zu viel Arbeit.
00:28:53: Das ist fast immer fehlende Bürgsamkeit, die halt wahnsinnig auslaugt.
00:28:59: Weil dann kann ich nur fünf Stunden arbeiten.
00:29:00: aber wenn ich fünf Stunden arbeite und es passiert nichts und ob ich da war oder nicht macht keinen Unterschied, das ist das was die Leute dann wirklich auslauckt während wenn da jedes mal etwas rauskommt dabei ist eine ganz andere Geschichte Und und da finde ich halt auch ist ein Riesen.
00:29:16: Also, ich habe zum Beispiel Office Dreihundertfünfundsechzig bei Wattenfall.
00:29:20: Wir haben ja auch eingeführt und ich mag allein dieses Arbeiten in einen virtuellen Teamraum und weg von diesem Herrschaftswissen.
00:29:27: jeder hat sein Dokument auf dem Rechner oder am besten noch in einem Leitzwort.
00:29:33: Also da haben wir solche Möglichkeiten einfach viel, viel besser zu arbeiten und viel transparenter und viel Wirksamkeit und viel weniger Zeit zu verschwenden an verschiedenen Ebenen.
00:29:49: Also ich wünsche mir, dass mehr Leute einfach diese Chancen sehen.
00:29:52: Und weniger als wenn die gibt.
00:29:54: Belastung.
00:29:55: Ja
00:29:55: klar muss allerdings auch wie in deinen Falle dann aktiv unterstützt werden.
00:29:58: Und ich denke mal, die Leute brauchen tatsächlich erst einmal eine Zeit um sich daran überhaupt zu gewöhnen an diesen neuen Verhaltensweisen, die eben jetzt nicht mehr sage ich jetzt mal so den gängigen Regeln Das Konzern miteinander folgen.
00:30:13: Ja, und das ist natürlich tatsächlich auch eine Herausforderung aber auch wieder eben so ne Top-Möglichkeit der Kulturtransformation weil das geht natürlich zum Beispiel in so Tandems jung als Excellent Und da kann man wirklich ganz leicht für beide Seiten mehr Wert schaffen Weil die meisten Jüngeren einfach dann natürlich ganz natürlich damit umgehen.
00:30:35: ja und wenn man die mal zu Schattenmanagerin macht Dann können die ganz schnell, das geht viel schneller als man denkt weil so kompliziert ist es meistens gar nicht.
00:30:45: Kriegen die altgedienten Managerinnen das super schnell hin dann tatsächlich auch sehr gut mit neuen Tools umzugehen und umgekehren lernen die Jungen ganz viele von Entscheidungsfindungen Komplexität vom Zusammenhängen Prioritäten Setzungen usw.
00:31:03: Also da hat man wirklich gute Möglichkeiten mit relativ leichten Mitteln die Organisation auf ein anderes Level zu bringen.
00:31:12: Ja klar, wir sind auf der Zielgeraden.
00:31:15: Tania.
00:31:16: ich hätte noch einen Wunsch und zwei.
00:31:18: Wir haben jetzt gerade im deutschen Mittelstand auch viele Nachfolgesituationen und viele Unternehmer sind dabei auch aus Gründen der Nachfolgeproblematik ihre Unternehmen zu veräußern.
00:31:31: da ist natürlich ein wichtiger Punkt der Wert meines Unternehmens.
00:31:35: Welche Tipps und Impulse hast du denn für diese Unternehmer den Wert ihres Unternehmens positiv zu gestalten?
00:31:47: Es ist schön, dass wir immer wieder auf das Gleiche zurückkommen.
00:31:54: Wie merken Sie sich dann das besser wenn wir das wiederholen?
00:31:59: Ja weil die Zukunftsvision ist natürlich ein Riesenwerttreiber ja fantastisch in der Vergangenheit gemanagt haben, aber damit werde ich keinen Cent unternehmenswert generieren.
00:32:10: Ich brauche die Fantasie wie das was ich eben besonders gut kann sich in der Zukunft auszahlt.
00:32:17: und auch da einfach mal das konkrete Beispiel wir haben ja sechs Frauen den die Frauenmannschaft des FC Victoria übernommen und eine GmbH überführt und unsere Vision ist einfach von irgendwie relativ unbekannter Regionalverein zu einem Top-Bundesligisten zu werden und damit aber auch eine der bekanntesten Marken in Europa.
00:32:40: Das war von Anfang an gesetzt und alle so ja schön diese Größen wahnsinnigen, aber natürlich hat das so viele Leute angezogen und nur so konnten wir überhaupt uns nach vorne bewegen, weil natürlich brauchst du... Fußball ist ja jetzt relativ plastisch für alle.
00:32:58: Wenn ich da gar kein Geld habe und dann kann ich keine Spielerinnen bezahlen und keine Infrastruktur zur Verfügung stellen damit es nie was werden.
00:33:05: Das heißt Ich brauche eigentlich dieses Bild das die Leute anzieht diese Marke in die man gut findet und dann mit identifizieren und will dann einen Beitrag auch leisten, das zu erreichen.
00:33:19: Und Dischsteiger natürlich sofort den Unternehmenswert.
00:33:21: Das heißt, auch wenn ich mein Unternehmen veräußern will hilft es eben nicht auf meinen Vermächtnis nur zu schauen.
00:33:28: Das ist schon gut und wichtig weil das ja die Glaubwürdigkeit schafft dass man's auch schaffen kann.
00:33:33: aber Ich darf nicht vergessen, dass ich da auch noch nach vorne raus was mitgeben muss
00:33:38: Nach dem guten alten Motto im M&A-Geschäft, du kaufst nie wie heißt.
00:33:43: Du bezahlst die Gegenwart und bezahlts die Zukunft.
00:33:47: Genau!
00:33:50: Ja, also funktioniert ja Börse im Endeffekt.
00:33:54: Oder?
00:33:54: Das ist ein guter Sprung.
00:33:56: Seit ihr zum Abschluss hast du eigentlich so Vorbilder, möchte ich nicht unbedingt... sagen, das Wort ist irgendwie ein bisschen zweischneidig finde ich immer.
00:34:06: Hast du denn so Lieblingsunternehmenslänke eigentlich?
00:34:08: So Unternehmensführer wo du sagst oder Führerinnen wo du sagt man die finde ich klasse.
00:34:18: Die sind also richtig gut.
00:34:19: Ich meine außer dir natürlich jetzt.
00:34:21: Ja also mich inspirieren wirklich viele Menschen.
00:34:25: ja wenn ich schaue mir wahnsinnig gerne an, also ich lieb es auch mit Profis zusammenzuarbeiten.
00:34:30: Generell insofern fallen mir auch sehr viele ein aber hier einfach mal konkret vielleicht mal zwei nennen.
00:34:36: dann würde ich jetzt mal share a Sandberg die viele schon vergessen haben weil die war ja mal die COO von Facebook genau aber Wie sie es geschafft hat, wirklich Frauen auf der ganzen Welt einmal zu empowern durch ihre Idee des Lean-In.
00:34:52: Also die hatte einfach für diese nicht so kennen die Grundidee wenn du mitentscheiden willst und da musst du das natürlich auch machen Du kannst dich dann nicht an einem Vorstandstisch in die hintere Reihe setzen, du musst dich mit an den Tisch setzen und dich dann halt auch trauen mal das zu sagen was dir einfällt weil es wird so gut sein wie der Piers um dich herum.
00:35:15: Und ja so viele Leute, so inspiriert und so viele Frauen, das fand ich schon sehr gut und ich finde das fehlt gerade im Silicon Valley, so eine Figur Bin ich immer wieder.
00:35:30: immer noch begeistert von Steve Jobs, mit seinen zwei Sprüchen die ich ständig mit mir rumtreibe.
00:35:36: Das eine ist das Simplicity is the ultimate sophistication also dieses wirklich wenn du was wirklich verstanden hast dann musst du es nicht kompliziert ausdrücken ja das finde ich wirklich so stark weil stimmt einfach auch.
00:35:52: und dann wenn die Leute dich verstehen da Und deswegen sind ja auch Apple-Produkte einfach intuitiv viel leichter zu bedienen, weil das sowas von in der DNA dieser Firma mit drin ist.
00:36:04: Ich glaube, dass würde sehr vielen Menschen helfen.
00:36:07: und dann war immer sein Ding Focus, Focus, Fokus!
00:36:11: Das hatten wir am Anfang – da kann ich mir wirklich noch eine Scheibe abschneiden – aber Fokus ist wirklich auch eine Superpower und sich da immer mal wieder die Karten zu legen.
00:36:22: Was sind denn eigentlich meine Top-Prioritäten, die top drei von mir aus?
00:36:26: Das ist was, das mich immer wieder dann auch energetisiert und da schaffe ich zumindest eine Phase lang.
00:36:32: Da muss ich mich wieder zwingen weil wieder neu zu justieren.
00:36:36: Ist die große Herausforderung.
00:36:37: Stichwort Fokus.
00:36:38: auch einer meiner Lieblingsmanager war... Wie heißt er denn jetzt?
00:36:44: Ah doch Hugh Gerstner!
00:36:46: Ich weiß nicht ob der noch etwas sagt.
00:36:48: Er hat Mitte der neunziger Jahre IBM übernommen Und das fand ich auch so super toll.
00:36:56: Der kam vom Kunden, also war gar kein IT-Mensch oder Techno-Mensch, aber der kam von British American Tobacco oder sowas von irgendeiner Tags und die waren riesiger IBM Kunde.
00:37:07: Das kannte alsso... weil er sehr erstes CEO der irgendwie mal den Kunden verstanden hat.
00:37:13: Ja klar, das ist schon sehr hilfreich.
00:37:15: Sehr
00:37:15: anfingend!
00:37:16: Die waren in der totalen Turn-Around Situation vier Milliarden Verlust, dass nur noch Ausmächeln kriegen.
00:37:20: Vier Millionen Verluste.
00:37:21: die meisten Unternehmen waren ja gar nicht so viel Umsatz wie die da damals verlust gemacht haben und die Journalisten wollten immer wissen was er denn für eine Vision hätte?
00:37:28: Und das finde ich jetzt eigentlich cool.
00:37:30: also auch im Zusammenhang mit dem was wir vorher gesagt haben brauchst natürlich schon eine Vision irgendwie.
00:37:34: aber der Typ hat dann gesagt in der turn around Situation als sie quatschen irgendwann bei der Kragen und er gehört The last thing I need right now is a vision.
00:37:43: Du sagst ja, ich muss jetzt mal hier das Ding irgendwie rumreisen und dann kümmern wir uns einmal um die schöne Zukunft.
00:37:50: Aber eigentlich ist das gut.
00:37:51: Wenn du es genau nimmst...
00:37:55: Ja, da bin ich jetzt noch nach Alter.
00:37:57: Ich war ja mal auch bei Ronan Berger und das ist ja schon eine Firma die für Restrukturierungen auch erfolgreicher Art bekannt ist.
00:38:03: Und einer der Mantras, die wir da immer hatten waren no strategy nor turnaround weil natürlich wenn ich dann quasi Substanz vernichte in der Restrukturierung mir möglicherweise dann doch mein Bein abschneide.
00:38:17: also von daher will ich meine wie sie uns schon weiter
00:38:19: schreien?
00:38:20: Ja, aber strategy and vision sind ja auch nochmal zwei verschiedene paar Schuhe.
00:38:24: Genau da müssen wir mal beim Bier vertiefen.
00:38:27: Das
00:38:27: machen wir wirklich mal!
00:38:29: Schön dass wir heute so viel vertieft haben.
00:38:31: Tanja ich freue mich immer über diese Gespräche gehe meistens beglückt raus und auch heute bin ich wieder beglückt und deswegen darf ich dir ganz herzlich danken für deine Einsichten für deine Impulse.
00:38:43: wirklich ganz spannend und sicherlich auch für meine Zuhörer ein Genuss wir uns bald auch mal wieder ein Realiter sehen und danke dir.
00:38:53: nochmals wünsche ich alles Gute.
00:38:55: Ich bedanke mich und großes Kompliment auch an dich, weil Lessons to Grow ist es genau das was wir gerade jetzt brauchen.
00:39:03: weg von diesem Ohr!
00:39:05: Ich fahre aufs Sicht und guck mal sondern ich genau jetzt wachsen dass das Rezept der Zukunft
00:39:12: Das ist das Mantra It's all
00:39:15: about growth
00:39:18: Das
00:39:19: war's.
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