Fehler im Leaderhship: Der Flaschenhals sitzt oft ganz oben - #214
Shownotes
Viele Unternehmer glauben, sie müssten sich stärker einbringen, wenn ihr Unternehmen langsamer wird. Doch oft ist genau das Teil des Problems.
In dieser Folge von Lessons to Grow spricht Armin Rau darüber, warum Unternehmer in wachsenden Unternehmen häufig selbst zum Flaschenhals werden. Am Anfang ist der Unternehmer oft die Lösung für fast alles: Er verkauft, entscheidet, löst Probleme und treibt das Unternehmen voran. Doch mit zunehmender Größe kann genau diese Arbeitsweise die Organisation ausbremsen.
Wenn jede wichtige Entscheidung oben landet, entsteht eine Kultur der Abhängigkeit. Mitarbeiter warten auf Freigaben, Führungskräfte delegieren zurück und die Organisation verliert Geschwindigkeit.
Armin zeigt fünf Warnsignale: Entscheidungsstau, zu viele Meetings, Rückdelegation, Überlastung und fehlende Eigeninitiative. Sie alle zeigen, dass Verantwortung nicht dort liegt, wo sie eigentlich gebraucht wird.
Wachstum entsteht nicht dadurch, dass eine Person noch mehr arbeitet. Wachstum entsteht, wenn Verantwortung, Entscheidungsfähigkeit und Eigeninitiative in der Organisation verteilt werden.
Ein Unternehmen, das vom Unternehmer abhängt, bleibt begrenzt. Erst wenn Verantwortung verteilt wird, wird Wachstum wieder möglich.
Du erfährst in dieser Folge unter anderem:
warum Unternehmer in wachsenden Unternehmen oft selbst zum Flaschenhals werden woran Du Entscheidungsstau, Rückdelegation und fehlende Eigeninitiative erkennst weshalb mehr Meetings selten zu mehr Umsetzung führen warum Wachstum Verantwortung in der Organisation braucht wie Unternehmer Verantwortung aus dem operativen Mittelpunkt in die Organisation bringen
Wenn Du das Gefühl hast, dass in Deinem Unternehmen zu viele Entscheidungen auf Deinem Schreibtisch landen und die Organisation langsamer wird, buche Dir gern ein kostenfreies Orientierungsgespräch mit Armin Rau.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Vor einigen Jahren hatte ich das Gefühl alles im Griff zu haben.
00:00:04: Ich war in meinem Unternehmen jede wichtige Entscheidung eingebunden, ich kannte jedes Projekt und sprach mit Kunden, Mitarbeitern und Führungskräften – nichts lief an mir vorbei!
00:00:14: Und genau das war das Problem.
00:00:28: Warum viele Unternehmen ausgerechnet dann langsamer werden?
00:00:31: Wenn sich der Unternehmer immer stärker engagiert, erfährst du direkt nach dem Intro.
00:01:04: und spricht mit Kunden.
00:01:07: Und genau deshalb wächst das Unternehmen überhaupt erst am Anfang.
00:01:13: Irgendwann verändert sich jedoch die Situation, dass Unternehmen wird größer.
00:01:19: Mehr Mitarbeiter kommen hinzu, mehr Kunden, mehr Projekte, mehr Entscheidungen, mehr Komplexität – und plötzlich funktioniert die Arbeitsweise, Immer schlechter.
00:01:40: Der Unternehmer arbeitet mehr, die Organisation wird langsamer.
00:01:45: dadurch... Die Mitarbeiter warten!
00:01:50: Dann entstanden stauen sich auf einmal.
00:01:52: Entscheidungen und Ergebnisse bleiben hinter den Erwartungen zurück, entweder weil sie zu spät getroffen werden oder weil sie nicht optimal zustande
00:02:00: kommen.".
00:02:02: Viele erleben diesen Moment und ziehen die falschen Schlüsse.
00:02:05: Sie glauben, sie müssten noch mehr machen – ich arbeite nicht genug, ich mache nicht genug.
00:02:09: ging mir auf für so!
00:02:10: Sie müssen mehr kontrollieren, mehr eingreifen, mehr Entscheidungen an sich reißen.
00:02:18: Damit verschärfen sie allerdings das eigentliche Problem, denn der Denkfehler hier ist wenn etwas nicht funktioniert muss ich mich stärker einbringen.
00:02:28: Manchmal stimmt es für einzelne Probleme, wenn ich zum Beispiel in Erfahrungspforsprung habe Aber für Organisationen getäufigt das Gegenteil.
00:02:37: Je stärker eine Organisation wächst, desto wichtiger wird die Fähigkeit Verantwortung zu verteilen!
00:02:45: Viele Unternehmer bauen allerdings unbewusst einer Organisation auf, die in jeder wichtigen Frage auf sie selbst wartet und damit entsteht ein Flaschenhals.
00:02:57: Diese Erkenntnis traf mich irgendwann mit voller Wucht.
00:03:03: Das war weder in der Theorie, im Seminar Buch oder so.
00:03:07: Oder in irgendwelchen Meetings Sondern ich hörte immer wieder dieselben Sätze In der Organisation, dem Unternehmen.
00:03:20: Da hörte man darauf warten wir noch.
00:03:22: das muss Armin entscheiden.
00:03:25: Das haben wir noch nicht freigegeben Das liegt noch beim Geschäftsführer.
00:03:29: Und du hast manchmal auf einmal Strukturen die Konzernartik sind Die aber in einem kleineren Unternehmen oder auch im kleineren Team Nicht sinnvoll sind.
00:03:39: Am Anfang fühlte sich das sogar gut an, denn man denkt ja man wird gebraucht, man ist wichtig, man isst involviert.
00:03:48: Bis man dann erkennt dass die gesamte Organisation langsamer wird weil zu viel an dir hängt und du bist ja eigentlich die Person ja die eigentlich alles beschleunigen will.
00:04:02: darin liegt im Prinzip auch das Paradoxon.
00:04:05: es gibt fünf Wahnsignale, die ich im Lauf der Jahre gelernt habe, die mir aufgefallen sind und auf die gilt es zu warten.
00:04:14: Also umzusehen ob wirklich ganz oben ein Flaschenhals existiert.
00:04:20: Das erste Signal ist Entscheidungsstau.
00:04:23: Immer mehr Entscheidungen landen auf dem Schreibtisch derselben Person.
00:04:27: Je länger die Liste wird desto langsamer wird die Organisation.
00:04:33: Das zweite Signal sind Meetings.
00:04:35: Wenn Unternehmen Schwierigkeiten bekommen, steigt häufig die Anzahl der Meetings.
00:04:39: Das habe ich zu so oft gesehen.
00:04:40: Da wird mehr gesprochen und berichtet und kontrolliert.
00:04:44: Man hat auch ein Gefühl von Aktivität.
00:04:46: Es fühlt sich kurzfristig gut an.
00:04:50: Aber die Umsetzungsgeschwindigkeit sinkt mit diesen ganzen Meetings natürlich.
00:04:55: Deswegen habe ich im Wesentlichen eine Organisation bei mir in der Agentur.
00:05:01: Die kommt fast vollständig ohne Meetings aus.
00:05:05: Zumindest ... ohne Meetings an denen ich beteiligt bin.
00:05:09: Das zweite Signal ist Rückdelegation, das ist ganz spannend.
00:05:13: Mitarbeiter kommen mit Problemen zurück die sie eigentlich selbst lösen könnten und Führungskräfte nehmen diese Probleme wieder an.
00:05:19: Kardinalfehler!
00:05:21: Dadurch wächst die Abhängigkeit ja noch weiter und die Mitarbeiter werden überhaupt nicht in die Lage versetzt Sachen selbst zu lösen.
00:05:28: Signal Nummer vier Überlastung.
00:05:30: Der Unternehmer arbeitet immer länger, immer härter bis in die Nacht rein.
00:05:35: Es wird alles intensiver und trotzdem entsteht kaum Entlastung.
00:05:40: Das fünfte und letzte Signal ist fehlende Eigeninitiative.
00:05:43: hängt, das sieht man ein bisschen auch im Verbunden mit der Rückdelegation.
00:05:49: Menschen warten dann auf Entscheidungen Sie machen nichts selbst.
00:05:51: sie warten auf Freigaben es fehlt der Mut, es fehlt das Vertrauen.
00:05:55: Sie warten auf Zustimmung Ja, und irgendwann wartet die gesamte Organisation dann.
00:06:02: Worum passiert das eigentlich?
00:06:05: Die Ursache liegt eigentlich nie an den Mitarbeitern, sie liegt im System.
00:06:13: Unternehmer haben ihr Unternehmen ja über Jahre hinweg dadurch aufgebaut dass sie bessere Entscheidungen getroffen haben als andere Und das ist eine enorme Stärke!
00:06:25: Und genau diese Stärke wird später häufig zum Problem Denn die Organisation lernt Folgendes.
00:06:34: Der Chef weiß es besser, also fragt man lieber, der Chef entscheidet schneller, also wartet man, der chef löst Probleme.
00:06:42: Also delegiert man zurück und Schritt für Schritt entsteht eine Kultur der Abhängigkeit – das darf nicht passieren!
00:06:50: Die Entscheidungen müssen dort getroffen werden wo's wichtig ist….
00:06:53: …und nicht oben, wo dann der Flaschenhals entsteht.
00:06:57: Erfolgreiche Unternehmer machen das auch anders.
00:07:00: Die besten Unternehmer, die ich kennengelernt habe, treffen irgendwann eine zentrale und wichtige Entscheidung.
00:07:07: Sie hören auf der beste Problemlöser im Unternehmer nehmend sein zu wollen!
00:07:13: Stattdessen beginnen sie problemlöser auszubilden.
00:07:16: Sie schaffen Klarheit, sie definieren Verantwortlichkeiten und lassen die Leute machen.
00:07:20: Sie akzeptieren dass andere Menschen Entscheidungen treffen und auch Fehler machen.
00:07:27: das ist ganz wichtig!
00:07:29: Und auch wenn diese Entscheidungen gelegentlich anders ausfallen als die eigenen man denkt es mit der eigenen Entscheidung zum Beispiel ein Fehler nicht passiert wäre dann ist es immer noch wichtig, das zuzulassen und das zu fördern.
00:07:44: Denn Geschwindigkeit entsteht nicht dadurch dass eine Person mehr arbeitet.
00:07:48: Geschwindigkeit entsteht dadurch, dass viele Menschen eigenständig handeln können.
00:07:52: so haben wir's auch in unserer Agentur in der Blue Naranya gehalten.
00:07:59: Hier wird nur ein Ausnahmefällen mit mir, wir sind ja zwanzig Köpfe also ich bin trotzdem immer nach wie vor nah dran an allem.
00:08:05: Aber mit mir wird nur Rücksprache gehalten wenn es eine Unsicherheit gibt oder vielleicht einen Mitarbeiter etwas noch nie gemacht hat oder einen Mitarbeiterin.
00:08:15: aber ich werde hier nicht ständig bombardiert mit unsicherheiten und es werden ständig darauf gewartet was ich sage.
00:08:22: Da ist eine hohe Entscheidungsgewalt dort, wo die Entscheidung gefragt wird.
00:08:27: Deswegen empfehle ich Unternehmern regelmäßig eine einfache Analyse.
00:08:31: Schreibe mal eine Woche lang jede Entscheidung auf, die bei dir landet.
00:08:34: Jede Freigabe, jede Zustimmung, jede Eskalation, jede Rückfrage und anschließend stelle dir drei Fragen.
00:08:43: Welche dieser Entscheidungen hätte jemand anders treffen können?
00:08:48: Welche Entscheidungen hätten durch klare Regeln vermieden werden können?
00:08:54: Und welche Entscheidungen landen nur deshalb bei mir, weil die Organisation es gewohnt ist.
00:09:01: Die Antworten sind häufig erstaunlich.
00:09:05: und dann vielleicht auch noch eine zusätzliche Idee!
00:09:10: Wenn dich jemand nach einer Entscheidung fragt oder danach wie's gemacht werden soll Dann frag zurück, wie würdest du entscheiden?
00:09:23: Und dann kannst Du immer noch eingreifen wenn Du denkst es ist vielleicht nicht das beste.
00:09:28: Aber Wenn Du damit einverstanden bist dann hast Du der Person auf das Gefühl geben.
00:09:31: Nicht nur das Gefühl gehen weil die Person hat ja selbst entschieden und sie setzt das auch selber um und steht dazu und hat zusätzlich auch noch deine Rückendeckung.
00:09:41: Die erfolgreichsten Transformationen, die ich begleitet habe, hatten selten mit mehr Kontrolle zu tun oder ja mehr Zentralisierung von Entscheidungen.
00:09:51: Sie hatten fast immer mit mehr Verantwortung zu tun und zwar wie gesagt, da bedeutet wo die Verantwortung hingehört nämlich nah an den Kunden, nah am dem Prozess, nah an die Vorgänge, die das Unternehmen weiterbringen beziehungsweise die Leistungsabbringung dienen.
00:10:08: Der Erfolg hat immer mit klareren Rollen auch zu tun, mit besseren Führungskräften die delegieren können.
00:10:13: Die mehr Vertrauen schenken und mit Unternehmern, die bereit waren sich selbst aus dem operativen Mittelpunkt zu lösen.
00:10:21: ein Unternehmen was von dir als Unternehmer abhängt ist kein Unternehmen.
00:10:25: da bist du selbstständiger mit Mitarbeitern Da bist du kein Unternehmer.
00:10:29: Ein Unternehmer macht sein Unternehmen von sich selbst unabhängig Erstens, weil es dann stärker wird und zweitens ganz pragmatisch.
00:10:38: Stell dir mal vor du willst den Unternehmen irgendwann mal abgeben?
00:10:42: Dann muss es so unabhängig sein von Personen wie nur möglich, denn da darf es nur abhängig oder hauptsächlich abhängiger sein vom Prozessen, Systemen und Strukturen.
00:10:52: Denn Wachstum entsteht genau dort wo der Unternehmer aufhört der Engpass zu sein und diese Abhängigkeit beendet hat.
00:11:01: Viele Unternehmen wachsen nicht an der Kapazität ihres Marktes vorbei, sie wachsen an der kapazität Ihres Unternehmers vorbei.
00:11:10: Wenn du momentan das Gefühl hast dass in deinem Unternehmen zu viele Entscheidungen auf deinem Schreibtisch landen und die Organisation langsamer wird obwohl alle Härte arbeiten.
00:11:21: dann buche dir gerne ein kostenfreies Orientierungsgespräch mit mir.
00:11:24: es ist kostenfrei Unverbindlich, wir analysieren gemeinsam die Situation und identifizieren Engpasse.
00:11:30: die Wachstum- und Umsetzung Bremsen.
00:11:33: Du gehst aus dem Gespräch raus mit einem klaren Plan wie du hier weiter vorgehst um den Flaschenhals zu beseitigen.
00:11:43: Den Link zur Buchung für dieses Gespräch findest du in der Notes beziehungsweise in der Beschreibung zu dieser Sendung.
00:11:53: Alternativ erreist du mich direkt per E-Mail unter infoadlessons to grow.de.
00:12:01: Vielen Dank fürs Zuhören, vielen Dank für deine Zeit, vielen dank für deine Treue wenn Du schon länger dabei bist!
00:12:08: Bis zum nächsten Mal Dein Armin.
00:12:11: it's all about growth.
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