C-Level View: „Klug ist, wer neue Technologie beherrscht und optimal einsetzt.“ Dr. Sigrid Evelyn Nikutta - #216
Shownotes
Gute Unternehmensführung zeigt sich besonders dann, wenn Gewissheiten verschwinden: Technologien verändern Märkte, Regulierung nimmt zu, geopolitische Unsicherheit wächst und Unternehmen müssen trotzdem langfristig erfolgreich bleiben.
In dieser Folge von Lessons to Grow spricht Armin Rau mit Dr. Sigrid Nikutta über gute Unternehmensführung in Zeiten des Umbruchs. Als frühere Vorständin der Deutschen Bahn, frühere CEO und Vorstand Technik der BVG sowie heutige Aufsichtsrätin und Beraterin bringt sie Erfahrung aus großen, komplexen und internationalen Organisationen mit.
Im Mittelpunkt steht die Frage, was exzellente Unternehmensführung heute ausmacht. Für Dr. Sigrid Nikutta geht es dabei vor allem um langfristigen Erfolg: Traditionen weiterentwickeln, den Status quo immer wieder hinterfragen und Unternehmen rechtzeitig erneuern, bevor Erfolg zu Selbstzufriedenheit wird.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Kommunikation. In großen Organisationen reicht es nicht, wenn der Vorstand die Richtung kennt. Veränderung muss bei Führungskräften, Teamleitern und Mitarbeitenden verständlich ankommen. Dafür braucht es direkte, schnelle und ehrliche Kommunikation — auch dann, wenn noch nicht jede Lösung perfekt ist.
Außerdem sprechen Armin Rau und Dr. Sigrid Nikutta über KI, demografischen Wandel, Governance, Compliance, Datenschutz und geopolitische Unsicherheit. Gerade in unsicheren Zeiten kann Führung nicht immer Sicherheit geben. Aber sie muss Orientierung schaffen, Entscheidungen ermöglichen und Menschen mitnehmen.
Weitere Themen sind internationale Führung, Post-Merger-Integration und Wachstum. Gute Unternehmensführung bedeutet hier, kulturelle Unterschiede ernst zu nehmen, Menschen nach Übernahmen nicht zu verlieren und Wachstum nicht dem Zufall zu überlassen. Strategie bleibt wichtig — gerade dann, wenn sich das Umfeld ständig verändert.
Du erfährst in dieser Folge unter anderem:
- was exzellente Unternehmensführung in Zeiten des Umbruchs bedeutet
- warum langfristiger Erfolg ständige Erneuerung braucht
- wie Kommunikation in großen Organisationen Veränderung möglich macht
- weshalb KI, Unsicherheit und Demografie neue Führungsaufgaben schaffen
- warum Strategie, Wachstum und Unternehmertum gerade unter Druck Orientierung brauchen
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen bei Lessons to Grow, dem Podcast für gute Unternehmensführung in Zeiten des Umbruchs.
00:00:07: Ich bin Armin L. Rau internationaler Manager und Unternehmer und heute habe ich wieder ein Ziel-Level Gespräch mit der Doktor Sigrid Nikutta, ehemalige Vorstände bei der Bahn und heute Aufsichtsräte hin.
00:00:21: Und was Sigrid Nickutta uns ... erzählt über gute Unternehmensführung in Zeiten des Umbruchs, das erfahrt ihr direkt nach dem Intro.
00:00:38: Hallo Sigrid und herzlich willkommen bei Lessons to Grow!
00:00:43: Herzlichen Dank für die Einladung!
00:00:46: Sehr gerne!
00:00:47: Sigrid, magst du am Anfang vielleicht bitte was zu dir sagen?
00:00:49: Dich kurz vorstellen bis ich mal zu dir deiner Person dann werde.
00:00:53: gang damit.
00:00:54: unsere Zuschauer, die dies vielleicht noch nicht können dich einordnen können
00:01:01: gern.
00:01:02: Mein Name ist Sigrid Nikuta, ich bin aktuell in verschiedenen Rollen tätig.
00:01:13: Einmal als Aufsichtsrätin im Private Equity Umfeld, als aufsichtsräte in im Bereich Raw Materials also seltene Rohstoffe in der klassischen Industrie.
00:01:30: ich bin auch beratend tätig Und diese Woche noch, wir werden es nächste Woche abgeben.
00:01:40: Teil des Expertengremiums des Landes Berlin die den Stromausfall, den wir im Januar hier hatten aufbereitet haben und hier einen konkreten Maßnahmenkatalog vorschlagen werden, was eigentlich zu tun ist.
00:01:58: Also ich bewege mich sehr viel aktuell im Bereich Kritis also Katastrophenschutz kritische Situationen die auf uns aus Land als Staat auch stattzukommen Davor, und das führte mich genau zu diesen thematischen Schwerpunkten, war ich sechs Jahre lang im Vorstand der Deutschen Bahn verantwortlich für das Thema Schienen-Güterverkehr zudem eben auch Militärlogistik sowohl auf der Straße als auf der Schiene gehörte.
00:02:36: Davor war ich knapp zehn Jahre CEO und Vorstandtechnik der BVG, der Berliner Verkehrsbetriebe.
00:02:45: Also der ganze öffentliche Nahverkehr in Berlin, der gelb ist Busse Straßenbahn U-Bahnen und Ferien.
00:02:54: Dahin geführt hat mich wiederum meine vierzehnjährige Karriere bei der Bahn in ganz verschiedenen Bereichen unter anderem eben auch im Güterverkehr.
00:03:03: Ursprünglich komme ich aber aus Ostwestfalen, aus der Nähe von Bielefeld.
00:03:07: Dort habe ich studiert und dort habe ich die ersten Jahre im ostwestfälischen Mittelstand gearbeitet.
00:03:16: soweit zu dem, was ich bisher in meinem beruflichen Leben gemacht habe und weshalb wir hier für diesen C-Leveltalk sitzen.
00:03:26: Wunderbar!
00:03:27: Wenn ich Ostwestfalen höre, schlägt mein Herz immer höher weil ich ja fünf und ein halb Jahre in Paderborn gelebt habe und da freue ich mich immer wenn ich mit Leuten die Ursprüngung aus Ostwestfallen sind so tun
00:03:39: auch.
00:03:39: Du sprichst das Paderborne auch schon richtig aus?
00:03:43: Ja.
00:03:43: Wir haben es wirklich schön gut gelernt.
00:03:46: Im Regen erst richtig gemütlich.
00:03:49: Gut, Siegret!
00:03:52: Gute Unternehmensführung ist das Kernthema von Lessons to Grow?
00:03:56: Wie würdest du denn gute Unternehnensführungen definieren?
00:04:00: und was unterscheidet schlechte von guter und guter von exzellenter Führer?
00:04:08: Ich bin mir ganz klar, was exzélente Führung Exzellenz zielt darauf, ein Unternehmen langfristig erfolgreich zu machen.
00:04:22: Und das meint ich unter Streichet dreimal das Wort Langfristig.
00:04:26: Das ist im Grunde meine mittelständische ostwestfälische Prägung die ich hier habe.
00:04:31: Es geht um den langfristigen Wertehalt und die langfristige Weiterentwicklung eines Unternehmens.
00:04:38: Und da geht es darum, die Traditionen weiterzuentwickeln.
00:04:44: Also nicht einfach beizubehalten im Status quo sondern sich eben auch... permanent zu hinterfragen.
00:04:51: und auch der Spruch heißt da neu zu erfinden.
00:04:55: Denn nichts ist schlimmer als Zufriedenheit mit sich selber, uns sagen okay ich habe es geschafft privat und als Unternehmen sowieso.
00:05:05: Und das ist für mich wirklich exzellente Unternehmensführung wirklich dieses lang die langfristige Sichtweise zu haben Und dieses sich permanente Hinterfragen und immer wieder alle mitzunehmen auf dem Weg der Erneuerung.
00:05:21: Was total schwierig ist, gerade in größeren Unternehmen?
00:05:27: Genau, da würde ich auch ganz gerne einhaken.
00:05:30: wie geht das in größern Unternehmen?
00:05:33: Du sitzt da in deinem Eckbüro im Vorstand, den fünfundzwanzigsten Stock.
00:05:39: jetzt soll aber der allerletzte Mensch der da nicht allerletzte Werten, sondern also der Letzte sozusagen irgendwo in der Kette.
00:05:47: Der vielen Menschen die ihnen so eine Organisation, der soll das jetzt auch noch verstehen und auch noch mitziehen und sich auch idealerweise selbst neu erfinden oder vielleicht auch nicht.
00:05:56: wie geht sowas?
00:05:57: Wie kriegt man so etwas transportiert wenn die Organisation tatsächlich riesig ist?
00:06:02: Also mein Büro war der XXIII.
00:06:05: Etat und nur um das mal ganz, aber natürlich in Berlin und in Mainz und die Organisation verteilt auf ganz Deutschland plus Europa also in Summe in achtzehn Ländern.
00:06:24: dann ist die Kommunikation oder das Mitnehmen natürlich die wirklich größte Herausforderung Und bin jetzt auch hinreichend erfahren, um klar zu sagen was sind eigentlich die richtigen Wege dafür.
00:06:41: Denn klassisch sagst du ja eigentlich du brauchst deine... Du musst die richten Führungskräfte haben auf den Ebenen, die dir folgen damit du das entsprechend delegierst und die alle diesen Spirit weiter tragen.
00:07:00: Das ist natürlich richtig.
00:07:02: Du brauchst diese Menschen, die Multiplikatoren ganz aktiv auf der nächsten Ebene aber ganz besonders auf den Ebenen, die direkt an den Mitarbeitenden sind also wirklich an den vielen Leuten und das sind ganz oft Gruppenleiter oder Teamleiter.
00:07:25: In so einem Großunternehmen sind da sehr viele Hierarchieebenen dazwischen.
00:07:31: Das führt ganz schnell zu dem Stille-Post-Effekt.
00:07:35: Wir erinnern uns an Kindertagen, Stille Post.
00:07:38: Vorne rein und hinten kam was ganz anderes raus.
00:07:41: Und alle waren der Meinung, sie hätten genau das weitergegeben, was die gehört haben.
00:07:48: Das ist gar keine böse Absicht sondern das ist ganz natürlich.
00:07:54: Deshalb musst du erstens dafür sorgen dass Movies wenig Ebenen dazwischen sind also eine sehr schmale Führungs-Hierarchie haben einerseits, aber andererseits auch eine direkte Kommunikation.
00:08:12: Also eine direkte Kommunikion zu den, zu allen Führungskräften und zu allen Mitarbeitenden.
00:08:20: Das war früher total schwierig!
00:08:22: Ich erinnere mich vor fünfzehnzig Jahren hast du da so Mitarbeiterzeitungen rausgegeben und so weiter.
00:08:29: die kamen dann einmal im Monat und mussten gedruckt werden und verteilt werden.
00:08:33: ganz schwierig.
00:08:35: In Zeiten von Kommunikation per App, Mitarbeiter, Apps und in Zeiten von E-Mail an alle ist das natürlich eine komplett andere Situation auch in den Zeiten von Social Media.
00:08:51: Denn... Mein Weg und davon bin ich zutiefst überzeugt, dass das ganz wichtig ist.
00:08:58: Ist eben schnell und breit zu kommunizieren und nicht darauf zu warten, dass man die perfekte Lösung kommuniziert kann sondern auch die Herausforderungen.
00:09:07: einfach kommunizierend passt mal auf, dass es passiert.
00:09:11: und diese Situation ist da.
00:09:13: Also in der, als ich zum Güterverkehr zurückgekommen bin haben wir sofort angefangen jeden Freitag eine Mail an alle.
00:09:23: So mit all dem was in der Woche passiert ist gut gelaufen nicht gut gelauten mit den Herausforderungen etc.
00:09:30: einerseits andererseits auch über Social Media zu kommunizieren, also auch ich als Person über Social media Inhalte zu transportieren und auch das Thema Führungskraft greifbar.
00:09:46: Was macht eigentlich so ein Vorstand den ganzen Tag?
00:09:49: Das alles schafft nämlich auch Nähe.
00:09:52: wenn Mitarbeiter dann auch kommentieren und ihren Input geben Dann bist du den Mitarbeitenden in einer Art und Weise nahe wie es vorher kaum möglich war.
00:10:08: Sehr spannend!
00:10:08: Du hast gerade Führungskräfte erwähnt, du hast natürlich in deiner Karriere und tust das nach wie vor mit vielen Führungskräften zusammengearbeitet sowohl Leute die endlich berichtet haben, natürlich auch Leute an die du berichtet hast andere Partner
00:10:26: usw.,
00:10:28: wenn das jetzt mal so da drauf guckst was sind denn derzeit so die Hauptherausforderungen dieser Menschen, um Unternehmen gut zu führen.
00:10:39: Die du so vielleicht vor fünf, sechs, sieben Jahren noch nicht gesehen hast oder dies damals noch nicht gab?
00:10:49: in dem Sinne?
00:10:51: Also mit Sicherheit größte Herausforderung ist KI der richtige Umgang mit KI.
00:11:02: Wir in Deutschland haben KI ja leider teilweise so geframed, dass es eher als Bedrohung wahrgenommen wird.
00:11:12: Das ist ja die Regel bei uns!
00:11:15: Genau das ist ich habe es bewusst vorsichtig saniert.
00:11:20: So nach dem Motto Es wird viele Arbeitsplätze vernichten kann sein wird auch viele schaffen kann auch sein.
00:11:30: Die Wahrheit ist, dass weder das eine noch das andere jetzt bewiesen ist.
00:11:36: Es gibt auch keine Blaupause aus der Vergangenheit.
00:11:40: es gibt nur eine eine blau Pause aus der vergangenheit die ich auf darauf anwende.
00:11:48: also sich Innovationen zu verschließen und zu sagen wir sind doch gut genug so wie wir sind Wir brauchen nichts anderes.
00:11:59: Das ist immer der Weg, der nicht weiterbringt.
00:12:04: Ich erinnere hier gerne an die Weber-Aufstände, die sich gegen die Automatisierung der Webstühle auf die Barrikaden gegangen sind.
00:12:14: schon damals führte das ja nicht dazu dass die Innovation gestoppt wurde sondern im Gegenteil es führten zu dem Elend was dann einsetzte und genau das zeigt die ganze Industriegeschichte verändern sich Dinge teilweise.
00:12:31: disruptiv und klug ist, wer die neue Technologie beherrscht und sie optimal einsetzt.
00:12:41: Und das Wissenführungskräfte – und das ist glaube ich die allergrößte Herausforderung gerade – zumal bei KI eben solche Themen wie Datenschutz dazukommen, wirklich Cyber-Sicherheit kommt dazu.
00:12:56: Die aktuelle sehr herausfordernde Bedrohungslage.
00:13:03: und wie passt das eigentlich alles zusammen?
00:13:05: Und wie setze ich hier KI möglichst gewinnbringend ein?
00:13:11: Das ist aus meiner Sicht echt die größte Herausforderung gerade.
00:13:16: Ja, wenn man nächstes Mal so andere Aspekte mit reinnimmt, was ja auch immer wieder in den Medien diskutiert wird.
00:13:25: Also technologischer Wandel außer KI ist natürlich auch immer an und für sich eigentlich ein Thema... Wie siehst du die ganze Diskussion um die Generation Z?
00:13:33: Und den demografischen Wandel?
00:13:39: Die Diskussion über die Generation z, sehe ich mega entspannt!
00:13:50: irgendein griechischer Philosoph.
00:13:53: Ich weiß nicht, ob es Aristoteles war hat ja irgendwie schon damals gesagt wenn ich auf diese Jugend gucke was soll nur aus uns werden?
00:14:02: So!
00:14:02: Ich glaube das ist immer der Blick auf die nächste Generation dass man irgendwie denkt sie sind anders und das kann eigentlich nichts werden.
00:14:11: Ich halte das für wirklich inhaltlich falsch denn die einzelnen Mitgliederinnen der Generation Z, die ich kenne sind ausgesprochen leistungsorientiert.
00:14:25: Sind schon anders?
00:14:27: Ja aber David mir überhaupt nicht bange sondern ganz ganz im Gegenteil.
00:14:32: Ja teile ich
00:14:34: ja.
00:14:34: Also wirklich worauf ich... Ja also so ne Nee, sondern ganz im Gegenteil.
00:14:46: Teilweise finde ich den Leistungsdruck nahezu absurd auch denen die ausgesetzt sind.
00:14:53: Wenn du dir anguckst mit welcher Abiturnote du schon nicht mehr sicher sein kannst ein Medizinstudiumplatz zu bekommen.
00:15:02: Ich sag mal wenn einen Eins Komma Dreier Abi nicht reicht um Medizin zu studieren dann weiß ich es auch nicht ehrlicherweise.
00:15:13: Ja, zu unserer Zeit, aus meiner Zeit gab es ja noch die schönen Wartesemester.
00:15:16: Ich weiß nicht ob es das noch alles gibt.
00:15:18: Irgendwas so.
00:15:18: was wird's immer noch geben aber ich meine ... Was willst du denn da?
00:15:22: Mit Eins, drei gehörst du mit sicher zu dem besten deines Jahrgangs also... Also was muss eigentlich noch passieren?
00:15:32: und worauf ich allerdings total kritisch gucke und wo ich mich wundere Wie wir darüber hinweggehen, in Deutschland und Europa ist das Thema niedrige Geburtenrate und demografischer Wandel.
00:15:54: Also vor einigen Wochen gab es mal kurz in den Medien, in den klassischen und in den sozialen die Auswertungen darüber dass wir in Deutschland die niedrigste Geburtonrate seit dem Zweiten Weltkrieg haben Kurz mal überlegt, was das bedeutet.
00:16:16: Und dann verebt ihr das Thema?
00:16:19: Dabei ist dieses Thema eines der für uns existenziellsten Themen die es überhaupt gibt und nichts anderes weil das tatsächlich den desinnerste unserer Gesellschaft betrifft.
00:16:36: Das ist ein Thema was wir glaube ich ganz, ganz anders in den Fokus nehmen müssen.
00:16:44: Wohlwissend dass der demografische Fischewandel ja Quarfakten jetzt nicht rückgängig zu machen ist aber wir können hier nach vorne hinaus im wahrsten Sinne des Wortens Schadensbegrenzung betreiben indem wir Kinder bekommen so attraktiv wie möglich machen.
00:17:11: Ja,
00:17:12: klar und da gehört natürlich auch Kinderbetreuung diese ganzen Thematiken mit hinzu.
00:17:16: Dazu gehört das alles der ganze Komplex und da erlebe ich unser Land noch nicht wirklich so, wie ich es glaube ist notwendig wäre.
00:17:32: Du hattest eben Datenschutz noch angesprochen, bringt mich zu einer nächsten Frage wo mich deine Meinung sehr stark interessieren würde.
00:17:39: Die formale Seite der Führung also jetzt nicht rein Menschenführungsverhaltens basierte Prinzipien sondern rein Formal ja System Governance Compliance und so weiter haben eine sehr starke Bedeutung heutzutage.
00:17:54: Und vor dem Hintergrund würde mich interessieren wie ersten mal, wie wichtig diese formale Seite der Führung aus deiner Sicht ist.
00:18:07: Und zweitens wo sie einerseits bei der guten Unternehmensführung helfen und wo Sie vielleicht auch behindern?
00:18:18: Ja, diese Frage ist wirklich gut und wirklich wichtig denn... Ich bin der wirklich festen Überzeugung, dass wir hier klare Regeln, klare Spielregeln brauchen.
00:18:37: In guter Unternehmensführung in Compliance, in Datenschutz und all diesen Themen einerseits.
00:18:44: Andererseits erlebe ich das Vorstände- und Aufsichtsräte die als erstes verinnerlicht haben, ich sage mal in ihren Handlungsmustern, in ihren unternehmerischen Handlungsmustern so vorsichtig werden.
00:19:09: So sehr immer Rückendeckung sich wünschen dass wirklich Unternehmertum und Geschwindigkeit eigentlich kaum noch richtig möglich sind.
00:19:21: und das tut mir ein Stück weit weh, denn wir brauchen dieses Unternehmertum.
00:19:25: Wir brauchen diese Innovationen, wir brauchen Geschwindigkeit.
00:19:30: und da ist dieses was sagt mein Anwalt dazu der all das immer für mich im Hintergrund prüft natürlich nur begrenzt hilfreich.
00:19:43: Ja es wird ja auch immer wieder thematisiert aber jetzt kürzlich einen Artikel darüber gelesen wie stark Und die Staaten und auch China davon eilen aufgrund eben wahrscheinlich weniger Hürden, um nach vorne zu kommen.
00:19:59: Und einfach größeren Speed an den Tag legen können.
00:20:03: Ja!
00:20:04: Das Schwert ist total zweischneidig.
00:20:08: Ich glaube wir können hier auch Geschwindigkeit... wieder gewinnen mit einem entsprechenden unternehmerischen Mut an der Stelle.
00:20:20: Und ich glaube, dass wir auch diese Diskussionskultur in Deutschland einfach brauchen um zu sagen hey Wir brauchen hier, wir brauchen diese Geschwindigkeit und auch die Innovationsgeschwindigkeit.
00:20:38: Und auch die Restrukturierungs-Geschwindigkeit was eben galt für die neuen Technologien.
00:20:44: das gilt finde ich auch für Unternehmensstrukturen teilweise.
00:20:48: dann musst du dich verändern als Unternehmen und dass Festheiten an bestehendem weil es immer schon so war ist aus meiner Erfahrung kein guter Ratgeber.
00:21:01: Der Erfolg der Vergangenheit ist eigentlich oft der Feind des Erfolges der Zukunft.
00:21:10: Geopolitisch hat es eben auch schon angesprochen, starke Veränderungen die wir haben Bedrohungen Regeln die scheinbar nicht mehr so gelten wie in der vergangenheit alte Muster sind nicht mehr so anwendbar, Verlässlichkeit ist zu einer verhandelbaren Größe geworden in Teilen.
00:21:33: Ja was bedeutet so eine Unsicherheit für die Zukunft der Unternehmensführung aus deiner Sicht?
00:21:41: Also rein politisch sieht man es ja im Prinzip dass das auch starke Herausforderungen habe.
00:21:45: Mich interessiert gerade was macht man in seinem Unternehmen um sich hier auch zu wappnen insbesondere weil ich auch wirklich sehr viele Faktoren, die einen sehr starken Einfluss haben eigentlich aus Unternehmenssicht nur sehr bedingt beeinflussbar sind.
00:22:05: Also wie stellt man sich dem und welche Transformationen kommen aus deiner Sicht auch uns
00:22:12: zu?
00:22:18: Ich höre diese Diskussion über die besondere Situation wie wir sie jetzt haben.
00:22:25: Ich empfinde diese Situation auch als sehr besonders, weil eben so die regelgeleitete Ordnung wie wir sie kannten, wie zumindest ich aufgewachsen bin gibt es nicht mehr.
00:22:39: Andererseits, wenn ich darauf gucke was die Generationen vor uns erlebt haben.
00:22:47: Also wenn ich an meine Großeltern oder an meine Eltern denke mit Kriegen und all dem was damit zusammenhinkt dann muss ich sagen okay also die Herausforderung die wir gerade aktuell haben ist in diesem Konzert schon noch eine moderate Herausforderung.
00:23:13: Für uns allerdings, die wir, ich sage mal Friedensdividende durchaus an diesem guten Zustand gewöhnt haben ist es natürlich herausfordernd.
00:23:23: und was jetzt wichtig ist, ist Entscheidungen unter maximaler Unsicherheit schnell zu treffen Denn natürlich kannst du nur Entwicklungen, Antizipieren und dir entsprechende Hypothesen bilden.
00:23:40: Diese versuchen bestmöglich zu erhärten aber Betonung liegt auf Bestmögliche.
00:23:46: es gibt eben keine Sicherheit.
00:23:48: Dennoch musst du entscheiden.
00:23:49: dennoch musst optimistisch ein Unternehmen in die Zukunft führen.
00:23:55: Und das ist für mich tatsächlich ganz wichtig, da auch klar zu haben... Da ist es wichtig die Mitarbeitenden mitzunehmen und auch alle Stakeholder, die es in einem Unternehmen gibt aber eben auch klarzu machen ein zurück in eine heile Vergangenheit wird es niemals geben.
00:24:19: so Diese Vergangenheitsnostalgie, die halte ich für gefährlich.
00:24:26: Man muss nur lange genug still halten dann wird schon alles wieder gut.
00:24:30: das mit Sicherheit nicht.
00:24:32: Ja und denke auch die Unsicherheit einfach als gegeben hin zu akzeptieren auch ja vielleicht ich habe es auch kurz einmal in einem meiner Podcasts angesprochen Nicht unbedingt das Ziel zu haben Sicherheit zu geben sondern Orientierung Und das ist eigentlich was ganz anderes.
00:24:53: Das ist eigentlich, dass wir Nachmitarbeiter suchen.
00:24:56: letztendlich, glaube ich...
00:24:57: Das ist ein gutes Wording!
00:25:05: Denn es gibt keine Sicherheit in unsicheren Zeiten.
00:25:09: und das sondern das Thema Orientierung.
00:25:16: Und ich sage mal, wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft und das ist auch etwas was uns auch einen ganz guten Orientierungsrahmen gibt.
00:25:26: Sozial wichtig aber wir leben eine Marktwirtschaft.
00:25:30: also im Sinne von dann muss der Staat dafür sorgen dass wir sicher sind.
00:25:37: Also im Sinne vom protektionistischen Herangehensweisen halte ich für nicht zielführend.
00:25:48: Ich schränke aber einen natürlich wenn in anderen Ecken der Welt, der Staat sehr stark eingreift dann sind die Mechanismen der Marktwirtschaft außer Kraft gesetzt.
00:26:00: da dürfen wir eben auch nicht naiv sein.
00:26:03: an der Stelle Das Thema, das wir uns im Markt behaupten müssen.
00:26:08: Qua' unser Effizienz, qua' unsere Produktivität, unserer Innovationskraft – das gilt nach wie vor!
00:26:15: Ja willkommen mit dem Kapitalismus ne?
00:26:19: Ja also... So aber ich sag mal auch in nicht kapitalistischen Ländern ist es ja nicht anders.
00:26:29: Auch natürlich klant.
00:26:32: Ja, das wäre jetzt ein ganz neues Spielfeld was wir aufmachen würden.
00:26:36: Deswegen wechsle ich direkt mal zu einem anderen Team was mir interessiert.
00:26:40: internationale Internationale Führung.
00:26:43: ja also du hast ja auch im internationalen Bereich auf Vorstands eben sehr stark agiert sehr intensiv agiert.
00:26:49: Was sind da so die drei größten Hebel um Unternehmen gutzuführen?
00:26:52: Weil der wird es ja dann noch noch spannender.
00:26:55: Also Ich habe auch Im Internationalen Bereich Auf Vorstandsebene agiert etwas kleinere Dimensionen zugegebenermaßen die Prinzipien sind allerdings teilweise ähnlich.
00:27:06: Es ist aus meiner Sicht, wie willst du jemand in Sao Paulo tatsächlich steuern oder kontrollieren?
00:27:13: schon mal gar nicht?
00:27:14: Deswegen habe ich auch so meine Erfahrungen gemacht sehr viel gelernt.
00:27:18: Da würde mich auch da, du hast ja eben von achtzehn Ländern auch gespannt.
00:27:22: Mir ist sehr stark, du schmunzelt es schon so viel sagen.
00:27:25: vor dem Hintergrund freue ich mich jetzt schon auf deine Einschätzung.
00:27:29: was sind da im internationalen Bereich?
00:27:31: So die wichtigen Punkte.
00:27:32: Was sind dann die größten Hebel?
00:27:35: Also das gilt im internationalem Bereich Das gilt aber tatsächlich auch in Deutschland weil Unternehmen haben unterschiedliche Kulturen und da ist es manchmal schon ganz spannend, wenn du ein Unternehmen innerhalb Deutschlands wechselst.
00:27:50: Zum Beispiel dass ich in den letzten Jahren in die neuen Bundesländer nach Dresden gegangen bin.
00:28:00: die erste Zeit noch das Briefpapier aufgebraucht, auf dem deutsche Bundesbahn und Deutsche Reichsbahnen nebeneinander standen.
00:28:08: Das war mal eine ganz kurze Zeit und da gab es viel Briefpapers, das wurde aufgebraucht.
00:28:15: Da gab es eine ganz andere Führungskultur quasi aus der DDR-Historie kommend.
00:28:23: So habe ich zumindest empfunden als im Westteil der Stadt und deshalb meine intensivste Führungserfahrung war in Polen, als sich Vorstand in Poln war einer Gesellschaft und später war ich dann sechs Jahre Aufsichtsratsvorsitzende dieser Gesellschaft Da.
00:28:43: mein Learning ist generell, du musst dir wirklich angucken die Gesellschaft und auch die Erwartungshaltungen der mitarbeitenden Anführung.
00:28:53: Weil sie ist natürlich über die gesamte Sozialisation in diesem Land geprägt.
00:28:59: Und da kannst Du Noch so eine noch so gute Führungskraft sein.
00:29:05: erführungskraft ist man nicht universell gut oder nicht gut.
00:29:08: zum Beispiel in einigen ländern polen war so eins die hatten doch eine damals eine sehr sehr, ich würde mal sagen ein sehr autoritäres Führungsverständnis gehabt am Anfang.
00:29:20: Die haben also erwartet dass der Vorgesetzte Ansagen macht ganz konkret.
00:29:26: und wenn du damit zum demokratischen Grundverständnis reinkommst und sagst okay lass uns mal gemeinsam jetzt die beste Lösung finden dann halten die dich erstmal für umgangssprache gesagt einen Weichei.
00:29:42: Und da musst du natürlich, ich sag mal das aufeinander zugehen ist da ganz wichtig.
00:29:47: Mein Weg war immer zu verstehen was erwarten eigentlich die geführten von mir?
00:29:53: Was erwarte ich von ihnen und dann mit denen auch in die Diskussion zu gehen?
00:29:59: Und natürlich musst du dann konkrete Ansagen machen, aber gleichzeitig bietet das ja auch die Chance ein anderes Führungsverhalten zu trainieren.
00:30:07: Das fand ich total bereichernd eben auch zu sehen wie auch Mitarbeiter aufwachen wenn ihre Meinung viel stärker gefordert ist denn können, können die da alle so also wirklich Länder spezifisch gucken, wie führe ich eigentlich am besten um das gemeinsame Ziel zu erreichen.
00:30:32: Wie hast du es dann gemacht?
00:30:33: Hast du sie einfach gefragt, bin jetzt hier die neue Chefin?
00:30:35: was erwartet ihr denn so von mir?
00:30:37: Wie soll ich euch denn führen oder will ich das ab?
00:30:39: Ich glaube schon allein diese Frage hätte zu massiven Irritationen gefühlt.
00:30:46: Also würde ich mal sagen, das hätte wahrscheinlich dazu geführt dass sie gesagt hätten oh esoterisch oder so.
00:30:55: Sondern tatsächlich bilaterale Gespräche gemeinsame Diskussion wie man zur Entscheidung kommt dann in kleineren Gruppen also tatsächlich Reden, reden miteinander in den Austausch kommen und dann erfährst du ganz viel was vorher auch gut gelaufen ist.
00:31:18: Was die beschäftigt nicht so gut fanden und kannst ja daraus dein Verhalten ableiten?
00:31:24: Und natürlich auch deine Erwartung wie konkret Du sie machst, wie Du sie äußerst.
00:31:30: Ganz wichtig!
00:31:31: Also habe ich es eben auch in der operativen
00:31:33: Realität.
00:31:34: kennengelernt.
00:31:34: Da muss es ein bisschen rauskitzeln.
00:31:36: einerseits, ja ohne jetzt natürlich habe ich das jetzt bewusst bis hin provokant formuliert.
00:31:42: Das ist natürlich klar dass du nicht gemacht hast.
00:31:46: und dann denke ich, man muss tatsächlich auch mal den Mut haben Fehler zu machen weil was die ja von dir erwarten, das kannst du auch von deinen Mitarbeitern abwarten.
00:31:58: also weil... Ich bin da immer sehr oft mit umgegangen.
00:32:01: Zeitlang war ich Direktör General in Frankreich, das ist ein Nachbarland.
00:32:04: Das ist komplett andere Führungskultur.
00:32:10: Da geht es nach dem Motto wir wollen uns den Direktor General sehen und dann wollen sie ihn absägen und am nächsten Tag wollen Sie ihn aber wieder haben.
00:32:17: Also das ist wirklich sehr, sehr spannend und da muss man erstmal auch mal reingehen und hilft manchmal sich wirklich auch bisschen verletzlich zu machen und zu sagen hör mal zu.
00:32:26: Ich komme hier aus einer anderen Kultur ja und da müsste mir ein bisschen helfen unter der eigenen Ansatz.
00:32:31: Oder ich finde auch selbst Ironie und Humor hilft auch.
00:32:35: Also so, ne?
00:32:38: Ich sage mal es ist auch über sich selber lachen können dann an den Stellen gerade wenn man irgendwie so ein Fobar gemacht hat oder so nicht irgendwie peinlich berührt sondern zu sagen aber wie konnte das denn nur passieren?
00:32:51: Also damit sodass alle auch mitlachen können.
00:32:54: Genau und man kann auch immer ganz schön mit Klischees arbeiten.
00:32:57: also wird Wir Deutsche haben natürlich auch im Ausland so, die ganz ein Klischee ist.
00:33:01: So über uns ist ja gerade nicht so groß.
00:33:07: Also gibt es schon viele Klischees über uns Deutschen, mal richtig sind... Manche
00:33:11: stimmen auch!
00:33:13: Also meine
00:33:14: internationale Empfang.
00:33:17: ist wirklich.
00:33:18: Also das Klischee mit der Pünktlichkeit, ne?
00:33:20: Das stimmt so dramatisch also...
00:33:24: Wenn ich zu spät komme, denke ich auch mal, oh ja, jetzt habe ich den... Ja, was denkt er jetzt wieder über die deutsche Pünklichkeit?
00:33:30: Genau!
00:33:32: Ich gehöre zu Menschen, die eigentlich immer pünktlich sind.
00:33:34: So war ich und alles andere ist mir massiv unangenehm.
00:33:41: Ich bin meistens pünklig,
00:33:42: ne?!
00:33:42: Bin da ehrlich.
00:33:46: Ein organisches Wachstum hast du sicherlich auch Erfahrung.
00:33:49: Wann ist das angebracht?
00:33:50: Wann macht man so eine Transaktion oder wann plant man sowas, wann geht man daran?
00:33:55: Also insbesondere bei internationaler Expansion ja immer ein Thema.
00:33:59: Ja also gerade auch in natürlich in Investitionsintensiven Bereichen wie den in dem Du warst ja noch viel wichtiger als im Dienstleistungssektor.
00:34:09: Wenn zieht man so was in Erwägung dann lässt man die Finger davon.
00:34:13: Also ich finde anorganisches Wachstum enorm, enorm wertvoll.
00:34:19: Wenn es gerade wenn man sich wirklich strategisch überlegt in welche Bereiche möchte ich expandieren?
00:34:26: wo habe ich das Know-how nicht oder die Manpower nicht und kann ich die durch die Übernahme von einem anderen Unternehmen wirklich... Kann ich das dann?
00:34:37: schnell und effektiv erreichen.
00:34:39: Deshalb da bin ich ein wirklich großer, großer Freund davon weil es sehr hilfreich sein kann.
00:34:47: einerseits andererseits musst du dir genau vorher überlegen ob du ein quasi, ein Tochterunternehmen kaufen möchtest.
00:34:59: Ob du das integrieren möchtes, was du Videos genau machen möchtis und dass würde ich auch immer nach Möglichkeit schon vorher irgendwie transparent haben weil ich habe so viele Merger erlebt in irgendeiner Form wo dann die guten Menschen gegangen sind, weil sie sich in diesem Merger nicht gesehen fühlten oder quasi übernommen fühlte und die neuen, die gekommen sind sowieso alles besser wussten.
00:35:29: Ich habe das in meinem privaten Umfeld ganz oft erlebt, wo ich dann auch die Leute kenne, die dann gegangen sind.
00:35:35: Die dann einfach gesagt haben, weißt du?
00:35:37: Das lasse ich mir einfach gar nicht bieten, dass da jemand kommt und mir erzählt wie ich mein Job den ich seit X Jahren gut mache, wie ich den jetzt... Dass er den viel besser kann.
00:35:47: und dann sind die Leute gegangen!
00:35:48: Und das führte dann dazu Hochbewertete Kauf am Ende gar nicht mehr so wertvoll war, weil die Know-how Träger leider gegangen sind und das ist ein ganz großes Thema dabei.
00:36:03: Ich glaube dass kann man aber super super managing
00:36:06: ich bin ja selber im mitten bin er selber sozusagen leidtragen.
00:36:10: da möchte sich nicht sagen weil es war eigentlich sehr gut In so einem Merger, beziehungsweise eigentlich eine Übernahme drin gewesen auch.
00:36:19: Weil ich habe meine Karriere bei Nixdorf begonnen in Paderborn da ja auf die Zeit in Ostwestfalen und die wurden ja dann später von Siemens übernommen.
00:36:29: Eine Fusion oder Übernahme, die eigentlich nie so richtig toll funktioniert hat.
00:36:35: Ich würde heutzutage sagen auf dem Papier exzellent in der Umsetzung und kulturell nahezu unmöglich würde ich fast sagen.
00:36:44: Und da will mich jetzt auch nochmal ganz speziell so.
00:36:48: vielleicht ein paar Inspirationen, Impulse aus deiner Erfahrung oder was du so gesehen hast im Post-Merger Bereich.
00:36:54: Also ich habe es damals zum Beispiel so über erlebt, dass ist sehr stark der Versuch gemacht wurde aus meiner Sicht eine Kultur durchzuziehen und zwar die des übernehmenden Unternehmens.
00:37:10: Das ist ein lege Thema Weg!
00:37:12: Der zweite ist... Man lässt einfach das akquirierte Objekt so wie es ist und solange die Zahlen stimmen, sage ich jetzt mal ein bisschen Salopp.
00:37:21: Passt das alles?
00:37:23: Dritte Weg sicherlich der aller Schwierige... also weiß nicht ob es schwierigste ist aber auf jeden Fall auch anspruchvoll ist die beiden Kultur- und so zu amalgamieren.
00:37:33: ja dass man die positiva beider Kulturen zusammenführt, dass eins plus eins drei ergibt.
00:37:41: So jetzt wissen wir aus der Historie von Mergers und Acquisitions das die in der Regel nicht so toll laufen.
00:37:47: Post-Merger oder wenn mir einfach mal so vielleicht kannst du da mal ein bisschen einfach nur aus dem Neckkästchen plaudern Sigrid?
00:37:54: Ich versuch gerade gedanklich mir einen mich an so einem Post-Muriger also so zu erinnern wo Eins Plus Eins Drei ergab.
00:38:06: Ja, so ganz spontan kommt es nicht.
00:38:10: Das liegt aber wahrscheinlich... Hast
00:38:11: du ein welcher erlebt, die so richtig funktioniert haben?
00:38:17: Und wenn ja, woran würdest du das festmachen?
00:38:20: vielleicht so eins zwei drei
00:38:22: kriegst du die Volksfansuren.
00:38:24: Es gibt ja ganz viele Unternehmen mit zu Doppelnamen.
00:38:27: Da weiß man, dass da irgendwann Merger stattgefunden hat und mittlerweile sind die auch immer in Femirn, die halt auch unter den Doppelnamen.
00:38:36: Ich glaube ich glaube, da gibt es auch kein absolutes Patentrezept sonst würde das angewendet werden.
00:38:50: Dieses Thema Merger auf Augenhöhe ist sehr, sehr wichtig tatsächlich.
00:38:59: Gerade die erste Ansprache.
00:39:02: Ich erinnere mich an einen Fall.
00:39:03: da kam ein mir gut bekannter Altenes Abends zurück und erzählte von dem ersten Auftritt derjenigen, die dieses Unternehmen im IT-Bereich gekauft hatten.
00:39:19: Und er sagte dann also ... Die kamen und haben uns erzählt was demnächst gelten wird wie erfolgreich sie waren und deshalb haben Sie uns jetzt gekauft und das sind die neuen Spielregeln.
00:39:36: Er sagte und das Entsetzen aller Beteiligten war groß!
00:39:41: Ja klar, ist ja kein Merger in dem Sinne.
00:39:43: Genau und in der Moment war aus meiner Sicht nach seiner Erzählung entschieden dass diese Sache wahrscheinlich nicht so erfolgreich sein wird.
00:39:54: Und war sie dann auch nicht am Ende.
00:40:00: weil du eben schon sehr klar machen musst glaube ich was du... Was du möchtest, ob du einen Zusammenschluss möchtes auf quasi und dann ist es durchaus auch legitim zu sagen wir wollen am Ende eine gemeinsame Kultur haben.
00:40:16: Und die kann mehr sein als das was alt war.
00:40:19: bei beiden ja ich glaube dass ist sehr sehr sehr legitim musst du dann eben aber auch echt hart daran arbeiten.
00:40:27: Und wenn du auf der anderen Seite sagst, ich will dieses Unternehmen nur übernehmen weil ich dessen quasi Patente und Dokumentation haben möchte.
00:40:38: Da muss man es auch irgendwo deutlich machen.
00:40:41: Ja absolut.
00:40:43: also können wir eigentlich sagen einer der drei Wege den würden wir wahrscheinlich schon mal mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließen ja?
00:40:49: Also der Überstülbansatz sozusagen
00:40:52: Ja, den würde ich wahrscheinlich als allerletztes wählen.
00:41:02: Aber es ist wirklich eine herausfordernde Aufgabe!
00:41:09: Es muss ich ehrlicherweise sagen...
00:41:12: Ich glaube auch, man muss sich wirklich auch... wie sagt man das immer so neu Deutsch?
00:41:17: Man muss sich ehrlich machen.
00:41:19: Also es muss einfach ehrlich sein da auch zu die selbst und auch zu den Betroffenen oder sowas.
00:41:28: Das ist jetzt so aber das dauert halt eben jetzt auch und wir nehmen uns auch die Zeit.
00:41:33: am schönsten ist es natürlich wenn man beides zusammenführt dass eins plus eins drei gibt.
00:41:38: Aber das wird nicht mal in einem Jahr passieren, sondern gehen wir jetzt auf eine Reise von fünf, sieben, zehn Jahren.
00:41:44: Haben aber auch eine klare Vision wie wir es machen und beide Seiten arbeiten daran sich gegenseitig ernst zu nehmen und tatsächlich auch eine Offenheit hat voneinander zu lernen.
00:41:57: Ein absolutes Superbeispiel.
00:41:59: was ja immer in den Case Studies war an den Business Schools zumindest um einer Zeit war ja ABB Asia Braun Bovary Das war immer so der Vorzeige-Case für eine gelungene M&A-Transaktion.
00:42:12: Na ja, gut!
00:42:13: Okay also das war irgendwie glaube ich vor meiner aktiven Zeit... Also
00:42:19: ich will dich jetzt nicht älter machen als Obisten aber das kann schon länger.
00:42:25: diese Cases die sind ja auch dann teilweise... Ja
00:42:28: sie sind
00:42:30: da ne?
00:42:31: Ich habe es auf jeden Fall in den Neunzigerjahren gearbeitet.
00:42:34: Okay, also ich weiß nicht.
00:42:35: Ich hatte mal die große Herausforderung Niederlassungen und Mitarbeitende zwischen Göln- und Düsseldorf zusammenzubringen.
00:42:47: Und
00:42:50: das ist nicht international!
00:42:52: Das ist einfach nur Gölne und Düsteldorf.
00:42:55: schwer genug
00:42:57: Und das war tatsächlich auch spannend, weil es so unterschiedlich war.
00:43:03: Räumlich so nah und so unterschiedliche.
00:43:07: Ich hielt es damals für eine super Idee, dass wir jedes Büro gemischt besetzen.
00:43:15: In jedem Büro saß da neu ein Düsseldorfer und einen Kölner gemeinsam.
00:43:24: gegen viele Widerstände und mit allen möglichen anderen Maßnahmen gelangt ist, dann ich würde mal sagen so nach drei bis vier Jahren war das Ganze ein richtiges Team.
00:43:38: Ich wollte gerade sagen wenn es blöd läuft verstehen die sich am Ende auch noch nicht.
00:43:41: Ja, das war ja das Ziel und es hat dann auch funktioniert.
00:43:44: Aber es hat eine ganze Weile gedauert also weil... Das ist ja wie in der Psychologie ganz klar.
00:43:52: Also der Meier ist natürlich nett aber seine ganze Gruppe die ist schwierig.
00:44:00: Aber über diesen Weg knackst du das früher oder später?
00:44:04: Wir sind schon fast auf der Zielgeraden, Siegert.
00:44:06: Ich habe zwei, drei Themen würde ich ganz gerne noch besprechen und deine geschätzte Sichtweise einholen.
00:44:16: Bei Lessons to Grow geht es ganz stark auch um Wachstum.
00:44:19: Daneben geht's eigentlich immer um Wachtum.
00:44:21: Gute Unternehmensführung muss aus meiner Sicht Wachsum als ein zentrales Ziel haben.
00:44:28: Wie kann man denn Wachsstum... Oder wie steuert man das gezielt und überlässt es nicht dem Zufall?
00:44:39: Und dann hätte ich in diesem Zusammenhang welche Rolle spielen da Pläne und Strategien heute noch.
00:44:47: Ja, also mit dem Hintergedanken wenn sich sowieso alles gefühlt alle vierzehn Tage ändert ja was mache ich denn noch mit einer Strategie?
00:44:56: Aber Steuern will ich mein Wachstum natürlich trotzdem.
00:44:58: Wie löse ich dieses Dilemma?
00:45:03: eine Strategie zu haben, also ein Bild wo ich eigentlich hin möchte.
00:45:08: Das ist extrem wichtig und daraus einen Narrativ zu entwickeln.
00:45:13: Also eine Erzählung was es eigentlich das wofür ich morgens aufstehe?
00:45:16: Wofür Ich mein Unternehmen betreibe?
00:45:18: Das ist in unsicheren Zeiten wichtiger denn je weil du sagst es richtig Es kann auch variieren.
00:45:26: also es verändert sich aber dieser Orientierungspunkt der muss halt da sein.
00:45:32: Und den kann ich auch anpassen, aber ohne Orientierungspunkt weiß ihr überhaupt nicht wo ich hinfahre.
00:45:38: und dieser Orientierung Spunkte sollte immer da sein der sollte auch tatsächlich anpassbar sein.
00:45:44: Aber jetzt nicht so dass ich sage also diese eigentlich freut sich nach Norden Jetzt geht es dann doch noch Süden.
00:45:50: Sondern das muss schon klar sein Ich navigiere in die gleiche Richtung aber Korrigiere je nach äußeren Einflüssen.
00:46:00: Total entscheidend, gerade je umsicherer die Zeit ist.
00:46:07: Also das musst du auch als Führungskraft geben und du musst eben auch damit umgehen wenn auch Wachstum deine Strategie ist und da gebe ich dir ja recht.
00:46:22: aber es gibt eben Zeiten in denen dieses Wachstum nicht möglich ist.
00:46:28: Wenn ich jetzt an die deutsche Industrieproduktion denke, die aus unterschiedlichen Gründen relativ niedrig ist dann sind viele abgeleitete Dienstleistungen etc.
00:46:39: im Moment gerade nicht am wachsen.
00:46:41: auch da Mit muss ich umgehen.
00:46:44: Muss das Ziel aber weiterhin haben, denn nach jedem Tal geht es auch wieder hoch?
00:46:48: Ich muss mich auf dieses Hochgehen konzentrieren und muss die Zeit im Tal für effektive Restrukturierungsmaßnahmen nutzen.
00:46:58: Denn das ist die Zeit in der ich fit werde!
00:47:01: Das ist so wie nach dem Weihnachtsessen gibts den Januar, Februar wo ich ein bisschen Kager leben muss und mich fit halten kann wenn ich es richtig mache damit wenn der Frühling kommt ich wieder durchstarten kann.
00:47:15: Ja sich genauso.
00:47:17: Es gibt ja auch keine Alternativen aus meiner Erfahrung heraus, und auch aus meiner Sicht heraus.
00:47:21: Also wenn du in Zeiten wo es mit dem Wachstum schwierig ist und sowieso schon eng ist dann auch noch versuchst verzweifelt trotzdem zu wachsen das geht meistens schief.
00:47:31: Und man kann natürlich auch eine Restrukturierung viel direkterer Effekte erzielen.
00:47:36: Exakt!
00:47:36: Du musst das machen weil ich sage mal die, also aus meiner Genau.
00:47:42: Und aus meiner Sicht ist das nämlich die Grund, also einer der Grundthemen, die wir wirklich auch haben, dass wir denken es kann eigentlich immer nur besser werden.
00:47:55: Nee in keinem Leben wird man noch besser.
00:47:58: Im Leben nicht und im Beruf und im Business auch nicht.
00:48:01: Das ist halt eben so.
00:48:04: Ist natürlich auch das Schöne letztendlich wenn's ja immer nur gut ginge dann wäre es ja auch irgendwie langweilig und man würde vielleicht übermütig.
00:48:13: Dennoch zentrales Thema Wachstum ist wichtig und sollte sich idealerweise auch im Unternehmenswert dann widerspiegeln.
00:48:23: Ja, also das ist sehr gut und schön.
00:48:25: aber wenn ich dann trotzdem zu der Überzeugung komme, nehmen wir gerade im Mittelstand auch ja will mein Unternehmen veräußern und keiner ist bereit mir den Preis zu zahlen, der mir eigentlich vorschwebt.
00:48:38: Mal ganz abgesehen davon das Unternehmensinhaber an und für sich immer ein höherer Preis im Kopf haben als der erzielbar ist.
00:48:45: aber dass es eigentlich liegt in der Natur der Sache Wie wie macht man sowas denn?
00:48:49: Wie macht man dann aus Schnödemwachstum sage ich jetzt mal unternehmenzwert.
00:48:55: Also auch Auch da gilt ganz klar, dass ich dieses Ziel habe.
00:49:01: Tatsächlich dieses, das ich das auch eben kommuniziere und damit auch die Werthaltigkeit kommunizieren weil das die große Herausforderung ist ja beim gerade beim Unternehmensverkauf wie nachhaltig es eigentlich diese Wachstum Story, die ich hier habe?
00:49:18: Und da referenziere ich natürlich auf das Wachs der Vergangenheit aber ich brauche auch das Narrativ für das Wachsen der Zukunft.
00:49:26: nur dann kann ich auch das glaubhaft verkörpern.
00:49:32: Also, ich habe in meinem Leben so viele Hockey-Stickkurven gesehen wie man sich es kaum vorstellen kann.
00:49:41: und Da, ich sage mal deshalb, gucke ich immer gerne zurück in die Vergangenheit auch und mache immer... das ist so ein tiefes Learning was ich in mir habe.
00:49:56: Die realisierten Ergebnisse und geplanten Ergebnisse der letzten Jahre sind für mich immer große Indikatoren wie es nach vorne weitergeht.
00:50:07: Ja ja stark, sehr schönes Bild.
00:50:08: Also die Nachhaltigkeit, da meine ich schon über auch wenig drüber gesprochen ist in dem Gespräch hier.
00:50:15: Nichtsdestotrotz ist natürlich von außergewöhnlicher Wichtigkeit und wenn ich ehrlich bin... Ist das auch eine Antwort, auf die ich so ein bisschen hin wollte?
00:50:25: Ja, Secret ganz herzlichen Dank!
00:50:27: Ich habe noch eine Frage an dich bist du bereit?
00:50:30: Ja bitte
00:50:34: Wenn ja, hast du so Lieblingsunternehmenslenker oder Vorbilder?
00:50:41: Müsst jetzt nicht unbedingt berühmtheiten sein.
00:50:43: Die meisten fangen immer mit Steve Jobs an oder so.
00:50:47: Können auch aus deiner Erfahrung... Aus der Vergangenheit, wo ich sage Boah!
00:50:51: Das war ein richtig guter Unternehmungslenker.
00:50:54: Mit dem habe ich gerne zusammengearbeitet oder er hat mich inspiriert.
00:50:58: und wenn Ja was haben diese Personen denn?
00:51:02: Das waren dann so zwei drei Eigenschaften, die diese Personen für dich vielleicht auch auf deinem Weg beeinflusst haben.
00:51:11: Was hat sie denn besonders ausgezeichnet?
00:51:16: Da gibt es unterschiedliche.
00:51:18: Weißt du, das ist ja auch so ein bisschen lebensphasenabhängig?
00:51:22: Zum Beispiel als ich im ostwestfälischen Mittelstand angefangen zu arbeiten war erst die damalige Personalchefin der Unternehmensgruppe Claire Scholler, die mir eigentlich gezeigt hat was als Psychologin in So-Unternehmen möglich war und dann der Inhaber dieser Unternehmen Jürgen Horstmann, der wirklich mit siebenundzwanzig sein erstes Unternehmen gekauft hat und dann eine ganze Unternehmensgruppe daraus entwickelt hat.
00:51:55: Und ich hatte das Glück viele Jahre mit ihm sehr intensiv zusammenzuarbeiten und habe da wirklich Unternehmer-Tum gelernt – mit all dem was dazu gehört!
00:52:06: Das ist ein Handwerkszeug, was ich bis heute
00:52:08: habe.".
00:52:14: Das war so richtig gut.
00:52:16: Das zeichnet gute Unternehmenslenker aus!
00:52:21: Ich würde drei sagen, die hatten eine unternehmerische Vision.
00:52:27: Wo will ich eigentlich hin?
00:52:29: So auf ganz unterschiedlichen Ebenen aber die wussten wo sie hin wollen.
00:52:34: das war ganz wichtig.
00:52:37: Sie haben Informationen und Vorstellungen schnell verarbeitet um dann präzise und schnell zu entscheiden.
00:52:48: Und die Entscheidung, falls... im Zweifelsfall auch zu revidieren oder zu verändern.
00:52:53: aber die Entscheidungen waren immer präziele zum jeweiligen Zeitpunkt usw.. Die haben also jetzt nicht so lange rumgewartet und diskutiert sondern schnell und präze entschieden!
00:53:05: Und die dritte Sache die mich auch geprägt hat war dass du als Chef um Beliebtheit buhlen kannst.
00:53:20: Sondern du hast eine Rolle und die Rolle ist, dass Du das Unternehmen nach vorne bringst.
00:53:27: Und das führt eben auch dazu, dass du manchmal, dass bei manchen, dass da die dich schwierig finden deine Entscheidungen nicht gutfinden.
00:53:38: Aber am Ende geht es immer um die Zukunft des Unternehmens.
00:53:42: Und du bist verpflichtet dem Unternehmen und der langfristigen Zukunftssicherung dieses Unternehems.
00:53:50: Also eine Vision haben, also genau wissen wo man hin will Informationen schnell verarbeiten und präzise entscheiden zu dieser Entscheidung auch stehen.
00:54:00: Exakt
00:54:01: Wohlwissen dass sie vielleicht auch falsch sein kann.
00:54:04: und Nummer drei nicht um Beliebtheit buhlen, sondern ich würde es vielleicht noch ergänzen wollen wenn ich darf.
00:54:11: Um Respekt!
00:54:13: Genau.
00:54:14: und den Kriegste eben nicht... Den Kriegster eigentlich umso weniger, wenn du unbeliebt hätt.
00:54:17: buhlst ist eigentlich so eine der größten Herausforderungen, wenn man auch jung ist also wenn man in den ersten Jahren der Führung ist dann will man eigentlich ja doch gemocht werden.
00:54:24: oder viele wollen dann gemoht werden Und ich glaube das müssen viele erst mal lernen dass sie einfach sagen genau das was du sagst.
00:54:30: Ich bin hier nur einer Sache verpflichtet Das ist das Unternehmen und er erfolgt dieses Unternehmens Und mit jeder Entscheidung, die ich treffe werden dort auch Leute sein, die sie eben nicht so mögen oder vielleicht sogar mich nicht.
00:54:41: Aber am Ende spiele ich auch nur eine Rolle.
00:54:45: Langfristig ist dieser Punkt drei.
00:54:50: Ich bin für das Unternehmen verantwortlich und für die Zukunft des Unternehmens ist eben auch langfristig für die Mitarbeitenden des Untersehens das allerbeste.
00:55:00: Denn es gibt nichts Besseres als ein erfolgreiches, zukunftsorientiertes Unternehmen.
00:55:05: So ist das!
00:55:07: In der Transformation muss man manchmal auch ein bisschen hemmtärmeliger sein.
00:55:10: Einer meiner großen Helden ist ja Lou Girstner, der in den neunziger Jahren IBM übernommen hat und den Turnaround geschafft hat dort.
00:55:18: Und den haben sie immer genervt mit seiner Vision.
00:55:20: die ganzen Journalisten.
00:55:21: Die haben gesagt Mr.Girstner was is ihre Vision?
00:55:23: Und irgendwann will es dem da mitten im Turn around wird's dem dann mal zu buntern.
00:55:27: Hat er gesagt the last thing I need right now is a vision!
00:55:33: Ich kann es verstehen, weil das Wort so groß ist.
00:55:36: Der hatte das Ziel, das Unternehmen zu drehen und das hat er erreicht!
00:55:42: Und wenn das nicht reicht als Vision dann weiß ich's auch nicht.
00:55:45: Wollt ihr auch gerade sagen?
00:55:46: Aber die wollten natürlich was ganz anderes... Die wollten ja diese rosige blumige Vision erwartet und immer eigentlich noch alles bei der Lieblingszitade.
00:55:58: Damit haben wir es geschafft, heute im Sea Level View mit der liebe Siegrit Nikuta.
00:56:04: Das war ganz toll!
00:56:04: Hat mich wirklich inspiriert und hat sehr viel Freude gemacht.
00:56:08: Ich hoffe dir war's auch nicht zu unangenehm oder anstrengend hiermit mir aber doch ab und zu mal ganz schön gebohrt.
00:56:17: Lieber Armin, es war ein tolles Interview und es macht wirklich Spaß über diese Themen zu diskutieren.
00:56:23: Denn ich glaube das ist einfach wichtig sich viel dieser Dinge bewusstzumachen.
00:56:28: Genau!
00:56:29: Und ich will sie auch gerne weitergeben über meinen Podcasts und dass er eben viele Leute von solchen erfahrenen Positionen profitieren können weil Erfahrung kannst du eben nicht kaufen
00:56:45: Genau.
00:56:46: Du
00:56:46: musst du dir über viele, viele Jahre...
00:56:49: Und steht auch erst so spät in Lehrbüchern?
00:56:51: Das ist dann meist auch nicht mehr relevant.
00:56:54: Ja kann es alles machen aber Erfahrung braucht eben Zeit!
00:56:58: Diese Zeit haben wir uns ja schon genommen in unserem Leben.
00:57:01: vor diesem Hintergrund.
00:57:02: Dir alles Gute.
00:57:02: ganz herzlichen Dank für deine Zeit und das tolle Gespräch und ich sage jetzt einfach mal so bis bald
00:57:10: Bis bald, ich wünsche dir was.
00:57:12: Herzlichen Dank!
00:57:13: Ciao tschüss.
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