Geschäftsführer: Hör auf, die Arbeit Deiner Mitarbeiter zu machen!
Shownotes
Dein Kalender ist voll, aber die Aufgaben, die wirklich nur du als Geschäftsführer erledigen kannst, bleiben liegen? Dann arbeitest du möglicherweise noch in einer Rolle, aus der dein Unternehmen längst herausgewachsen ist.
In diesem Video zeige ich dir, wie du aufhörst, die Arbeit deiner Mitarbeiter zu übernehmen. Du lernst die drei Rollen Macher, Prüfer und Verstärker kennen und erfährst, warum gute Führung im Normalbetrieb anders aussieht als in einer Krise. An einem Beispiel aus meiner Zeit als Geschäftsführer erkläre ich, wann du bewusst ins operative Geschäft eingreifen solltest und wann du dich wieder zurückziehen musst.
00:00 Warum dein voller Kalender dich als CEO ausbremst 01:18 Die 3 Rollen: Macher, Prüfer und Verstärker 04:02 Normalbetrieb oder Krise: Wann du selbst eingreifen musst 07:34 Die eine Aufgabe, die nur du übernehmen kannst
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Warum dein voller Kalender dich als CEO ausbremst
Es ist 7 Uhr abends. Dein Kalender war
seit 8 Uhr morgens voll. [musik] Und
wenn dich jetzt jemand fragen würde,
welche wirklich wichtigen Aufgaben du
heute erledigt hast, [musik] die nur ein
CEO machen kann, wüsstest du nicht, was
du ihm antworten solltest. Das liegt
nicht an deiner Disziplin. Du hast heute
einen kompletten Arbeitstag mit Arbeit
verbracht, für die du längst Leute
bezahlst. Ich bin Amin Rau und ich habe
[musik] 30 Jahre in internationalen
Topmanagement Positionen und als
Unternehmer gearbeitet. In fast jeder
Firma, die ich saniert habe, saß der
teuerste Mitarbeiter im Chefbüro. Nicht
wegen seines Gehalts, sondern wegen der
Arbeit, die er sich selbst aufgeladen
hat. Deshalb zeige ich dir, wie du
aufhörst, die Arbeit deiner Mitarbeiter
zu machen. Drei Rollen, zwei Zonen und
am Schluss eine Frage, für die die
meisten Unternehmer ein paar Tage
brauchen, um sie zu beantworten.
Zeitmanagement scheitert fast nie an der
Technik. Es scheitert daran, dass jemand
seine Zeit noch so einteilt wie in der
Rolle, aus der er längst herausgewachsen
ist. Wir können im Wesentlichen zwischen
Die 3 Rollen: Macher, Prüfer und Verstärker
drei Rollen unterscheiden. Rolle 1, der
Macher. Du machst die Arbeit selbst,
wenige Themen, klare Ergebnisse. Du bist
der Beste in deinem Fach und deshalb
bist du auch die Engstelle mit dem
besten Ergebnis. Das ist völlig in
Ordnung, solange dein Unternehmen klein
genug dafür ist. Viele selbständige
agieren auch so. Rolle 2, der Prüfer.
Andere machen die Arbeit. Du gibst die
Richtung und das Feedback. Der Satz, der
das entscheidet ist, du kommentierst, du
schreibst nicht neu. Wer die Arbeit
seiner Leute stillschweigend selbst
überarbeitet,
hat weder Zeit gespart noch jemanden
entwickelt. Rolle 3 ist der Verstärker.
Du produzierst nicht mehr selbst und du
prüfst auch nicht mehr alles. Deine
Aufgabe ist die richtigen Leute zu
holen, sie auszurichten und Blockaden
wegzuräumen. Dein Beitrag misst sich
darin, wie viele andere schaffen, nicht
daran, wie viel du selbst schaffst. Was
hierbei weh tut, ist folgendes. Die
meisten Geschäftsführer, die ich erlebt
habe, sind auf dem Papier in Rolle 3 und
arbeiten faktisch aber immer noch als
Sachbearbeiter,
nur mit Prokuror. Also selbst, wenn du
als Verstärker wie ein Macher arbeitest,
zahlst du dir selbst ein
Geschäftsführergehalt dafür, dass dein
Unternehmen langsamer wird. Alle warten
auf dich und die teuerste Stunde im Haus
geht für Arbeit drauf, die zwei Etagen
tiefer erledigt gehört. Aber Vorsicht,
jetzt nicht einfach alles delegieren,
weil man das eben so macht. Wer in Rolle
1 delegiert, verliert die Qualität und
wer in Rolle 3 alles selbst anfasst,
verliert die Firma. nur ist die Rolle
allein noch nicht die ganze Antwort,
denn es gibt eine Situation, in der du
bewusst zurück in eine frühere Rolle
musst. Und wenn du beim Zuhören gerade
merkst, dass du seit Monaten in der
falschen Rolle arbeitest, dann hol dir
meinen kostenlosen Report. Da stehen die
sieben Denkfehler drin, die Unternehmer
und Führungskräfte genau in [räuspern]
dieser Lage immer wieder machen. Der
Link steht unten in der Beschreibung.
Und jetzt zu der Situation, in der alle
Regeln von eben nicht mehr gelten. Hier
Normalbetrieb oder Krise: Wann du selbst eingreifen musst
unterscheiden wir zwischen zwei Zonen,
Normalbetrieb und Krise. Was bedeutet
das? Deine richtige Rolle hängt nicht
nur von der Größe deines Unternehmens
ab, sondern von der Lage, in der es
gerade steckt. Es gibt zwei Zonen und
sie verlangen zwei verschiedene Menschen
an der Spitze oder zwei verschiedene
Verhaltensweisen. Zone 1 ist der
Normalbetrieb. Das Geschäft läuft, die
Zahlen sind planbar. Hier ist der
Verstärker, also Rolle 3, die richtige
Rolle. Du gibst Verantwortung ab, du
baust Leute auf, du nimmst dich bewusst
raus. Die zweite Zone ist die Krise. Die
Zahlen kippen. Ein Großkunde springt ab.
Die Auslandsgesellschaft liefert nicht.
Hier ist es genau umgekehrt. Du gehst
zurück in die Details. Du entscheidest
schneller. Du sitzt selbst in den
Terminen, in denen du sonst nicht sitzen
würdest. Das erinnert mich an eine
Situation, in der mir auf einmal klar
wurde als Geschäftsführer, dass ein
Großprojekt, an dem wir seit Jahren
arbeiteten, mit einem großen Kunden zwar
hohe Umsätze, aber viel zu geringe
Deckungsbeiträge
abwarf. Und das war nur die Spitze des
Eisbergs. Allen unseren Projekten
mangelte es an solidem Management,
Projekt und Programmmanagement und damit
verschenken wir unnötig Geld. Also
setzte ich mich selbst mit rein in die
Projektreviews.
Jede Woche ging bewusst wieder tief ins
Operative, übernahm selbst
Steuerungsaufgaben,
ließ eine Analyse durchführen und führte
dann unser neues Projektsteuerungssystem
ein. Standardisierte Berichte, feste
Zyklen, klare Aktionen und
diszipliniertes Monitoring waren die
Folge. Daraus ergaben sich eine
verbesserte Kostenkontrolle, höhere
Vorcastdisziplin
und konsequente Managementsteuerung. Und
dies wiederum führte nicht nur zu
höherer Profitabilität, sondern auch zu
höherer Kundenzufriedenheit.
Wenn die Krise dann vorbei ist,
vergessen fast alle sich rechtzeitig
wieder rauszuziehen. Viele Unternehmer
bleiben nach der Krise im Krisenmodus,
weil sich Kontrolle gut anfühlt. Wenn
Sie das jedoch tun, haben sie das
Unternehmen gerettet und die
Organisation trotzdem verloren. Wenn wir
nun wieder an die drei Rollen denken,
ist die Krise die einzige Ausnahme von
dem, was ich dir am Anfang gesagt habe.
In der Krise darfst du die Arbeit deiner
Leute übernehmen, aber nur bewusst, nur
an den kritischen Stellen und nur mit
einem Datum, an dem du wieder rausgehst.
Das muss klar sein. Das ist auch kein
Rückschritt und kein Zeichen von
Schwäche, sondern eine Entscheidung auf
Zeit. Du musst es aber auch vernünftig
erklären und deine Mitarbeiter nicht wie
Versager aussehen lassen. Also nicht die
Zone wechseln, ohne es dem Team zu
sagen. Wenn du plötzlich in Details
gehst, ohne den Grund zu nennen, kommt
das als Misstrauen an. Und egal in
welcher Zone du gerade bist, es gibt
genau eine Sache, die du in keiner von
beiden abgeben kannst. Und damit sind
Die eine Aufgabe, die nur du übernehmen kannst
wir bei der Frage, die ich dir am Anfang
angekündigt habe. Was ist die eine
Sache, die wirklich nur du kannst, die
nur du tun kannst und die du am besten
kannst? Es geht nicht darum, was du am
liebsten machst und auch nicht darum,
was du am besten kannst. Das ist die
entscheidende Frage. Es geht darum, was
ohne dich niemand im Unternehmen
erledigen kann. Bei dem einen sind es
die Beziehungen zu den zehn wichtigsten
Kunden. Bei der anderen ist es die
Kapitalseite, also die Banken und
Gesellschafter beispielsweise. Bei einem
dritten ist es, dass die Richtung im
Führungsteam wirklich verstanden wird,
eine Vision z.B. vorzugeben. Die
zentrale Frage ist, wo mache ich den
größten Unterschied? Hier ein Test. den
du sofort machen kannst. Geh deinen
Kalender der letzten zwei Wochen durch
und markiere alles ganz genau, was
jemand anderes im Haus genauso gut
gekonnt hätte. Das Ergebnis ist bei den
meisten unangenehm. Die Frage lautet
nämlich irgendwann nicht mehr, wie lösen
wir das Problem, sondern wer kann das
für uns lösen? Solange du deine eine
Sache nicht benennen kannst, diese eine
Frage nicht beantworten kannst, hast du
keine Prioritäten, sondern eine Liste.
Und eine Liste fühlt sich immer mit dem,
was am lautesten schreit, nicht mit dem,
was am meisten bringt. Wichtigkeit Vor
Dringlichkeit. Die Antwort darfst du
bitte nicht im Kopf behalten.
Aufschreiben, dem Führungsteam sagen und
daran ausgerichtet die Woche planen,
sonst ist sie nach drei Tagen weg. drei
Rollen, zwei Zonen und eine Frage: Wenn
du deine Rolle kennst, weißt du, wie
tief du in die Arbeit gehst. Wenn du
deine Zone kennst, weißt du, wann du
bewusst wieder eingreifst. Wenn du deine
eine Sache kennst, die eine Frage
beantworten kannst, weißt du, was in
deinem Kalender als erstes einen Platz
bekommt. In dem Moment hörst du
automatisch auf, die Arbeit deiner
Mitarbeiter zu machen. Und genau solche
Themen nehme ich mir auf diesem Kanal
jede Woche vor. Eine Situation nach der
anderen, mit dem, was ich in 30 Jahren
als Manager und Unternehmer gesehen
habe. Abonniere den Kanal, dann verpasst
du keine Folge
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