Strategie: der eine Punkt, der immer wieder vergessen wird
Shownotes
Entdecke die 7 häufigsten Denkfehler in kritischen Unternehmenssituationen: https://bit.ly/7Denkfehler
Ihr habt eine Unternehmensstrategie entwickelt, aber im Alltag verändert sich kaum etwas? Häufig scheitert eine Strategie nicht an der Analyse, sondern an ihrer Umsetzung. In diesem Video zeige ich dir sechs Schritte, mit denen du aus einem Strategiepapier konkrete Entscheidungen, klare Verantwortlichkeiten und die Voraussetzungen für Unternehmenswachstum machst.
Ich bin Armin L. Rau und habe 30 Jahre im internationalen Topmanagement und als Unternehmer gearbeitet. Anhand meiner Erfahrungen erkläre ich dir, warum zu viele offene Optionen dein Unternehmen ausbremsen, weshalb jedes strategische Ziel einen Verantwortlichen braucht und wie du Zeit, Budget und die richtigen Mitarbeitenden für die Umsetzung freimachst.
0:00 Warum deine Strategie im Ordner liegen bleibt 1:20 Klare Entscheidungen statt offener Optionen 3:27 Verantwortung festlegen: Ein Ziel, ein Name 4:50 Ressourcen umschichten und Umsetzung nachhalten 8:26 Kalkulierte Risiken statt Stillstand 10:21 Die Stoppliste: Was du für Wachstum aufgeben musst
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Vor ein paar Monaten habt ihr zwei Tage
lang an eurer Strategie gearbeitet. Am
Ende stand ein Plan, auf den sich alle
einigen konnten und du bist mit einem
richtig guten Gefühl nach Hause
gefahren. Heute liegt dieser Plan in
einem Ordner, den seit Wochen niemand
mehr geöffnet hat und dein Geschäft
sieht ziemlich genauso aus wie vorher.
Das liegt nicht an der Strategie selbst.
Die war vermutlich gar nicht so
schlecht. Ich bin Armin Elraau und ich
habe 30 Jahre im internationalen
Topmanagement und als Unternehmer
gearbeitet. Fast keine der Strategien,
die ich gesehen habe, ist an der Analyse
gescheitert. Sie sind an dem
gescheitert, was in den Wochen danach
passiert ist und zwar immer an denselben
Stellen. Deshalb gehe ich mit dir durch
sechs Dinge, die aus einer Strategie
Wachstum machen. Das sechste macht fast
niemand gern, weil es dabei nicht ums
Anfang geht, sondern ums Aufhören.
Kommen wir zu den sechs Dingen, damit
aus Strategie Wachstum wird. Nummer 1,
Klare Entscheidungen statt offener Optionen
eine Entscheidung, nicht fünf offene
Optionen. Die meisten Strategiepapiere
sind gar keine Strategie, sondern eine
Sammlung von Möglichkeiten. Alles ist
wichtig, nichts ist entschieden und
deshalb passiert nichts. Wenn nach dem
Offside niemand benennen kann, was ihr
ab jetzt nicht mehr verfolgt, dann habt
ihr keine Entscheidung getroffen. Und
hier gilt, dann ist better than perfect.
80% reichen auch. Perfekt ist oft nur
ein anderes Wort dafür, dass man sich
noch nicht entschieden hat. Solange
mehrere Richtungen offen sind, verteilt
sich dein Geld und deine besten Leute
auf alle. Jede Option bekommt zu wenig,
um zu funktionieren und am Ende sieht es
so aus, als hätte keine funktioniert.
Das heißt konkret für dich keine
Strategie beschließen, in der alle
Bereiche vorkommen, damit sich niemand
übergangen fühlt. Das ist Diplomatie,
nicht Führung. Hier fällt mir ein Fall
ein, wodurch eine klare Entscheidung
mein Unternehmen wieder in Gang kam. Wir
hatten sicherlich zehn Marktsmente, die
wir bedienen wollten. Eine
Dienstleistung, die wir nicht
marktgerecht darstellen konnten und
eigentlich kein klar definiertes
Zielkundenprofil.
Dann traf ich die Entscheidung, zwei
Marktsegmente,
ein Angebot,
eine Zielgruppe, Geschäftsführer und
Vorständer. Seitdem funktioniert es. Und
wenn du beim Zuhören gerade gemerkt
hast, dass bei euch seit Monaten mehrere
Richtungen gleichzeitig offen sind, dann
hol dir meinen kostenlosen Report. Da
stehen die sieben Denkfehler drin, die
Unternehmer und Führungskräfte an genau
dieser Stelle immer wieder machen. Der
Link dazu ist in der Beschreibung. Das
war also Punkt 1, entscheiden. Aber
Verantwortung festlegen: Ein Ziel, ein Name
selbst wenn die Entscheidung steht,
passiert immer noch nichts, solange der
zweite Punkt fehlt, nämlich ein
Verantwortlicher
mit Namen, nicht ein Bereich. Für jedes
Ziel, für jede Initiative gibt es genau
einen Namen. Nicht den Vertrieb, nicht
die Technik, nicht das Führungsteam,
sondern eine Person. Diese Person nenne
ich in Change Programmen immer den
Champion. Warum das so entscheidend ist,
wenn ein Bereich verantwortlich ist, ist
es niemand. In der Statusrunde erklären
dann alle, warum es bei den anderen
hakt. Mach es konkret. Ein Ziel, ein
Name, ein Termin, eine Zahl, an der man
erkennt, ob es erreicht ist. Wenn eines
davon fehlt, ist es kein Ziel, sondern
eine Absicht. Der Unterschied, den viele
nicht sehen, ist, dass verantwortlich
nicht der ist, der die Arbeit macht,
sondern wer am Ende erklären muss, warum
es geklappt hat oder nicht. Das heißt
konkret für dich, keine gemeinsame
Verantwortung von zwei Geschäftsführern
für dasselbe Ziel. Das klingt
partnerschaftlich, blockiert sich in der
Praxis aber gegenseitig. So und jetzt wo
Ressourcen umschichten und Umsetzung nachhalten
wir das geklärt haben, kommen wir
logischerweise zum Punkt 3. Es ist der
bei dem sich zeigt, ob deine Strategie
ernst gemeint war. Jetzt musst du
Ressourcen umschichten, nicht
aufsatteln. Die meisten Strategien
werden zusätzlich zum Tagesgeschäft
beschlossen. Niemand bekommt weniger,
alle bekommen mehr Aufgaben. Und weil
das Tagesgeschäft immer lauter ist als
die Strategie, im Zweifel immer gegen
die Strategie gewinnt, haben wir hier
ein Problem. Eine Strategie, für die
niemand etwas abgibt, ist eine
Absichtserklärung.
Konkret sind jetzt folgende Fragen zu
beantworten. Wer arbeitet ab Montag?
Woran nicht mehr? Welches Budget wird
verschoben nicht erhöht? Wer aus dem
Führungsteam bekommt Zeit freigeräumt?
Das habe ich selbst früher in meiner
Rolle als Geschäftsführer, z.B. in
Frankreich unterschätzt. Ich habe von
den Leuten immer noch mehr verlangt,
immer noch mehr, so wie ich von mir
anderen für sich auch immer so viel
verlangt habe. Anstatt Ihnen Freiräume
für die neuen strategisch wichtigen
Dinge zu geben, habe ich ihnen noch mehr
gegeben. So fährst du die Leute sauer.
Du solltest auch nicht, und das ist auch
ein gängiger Fehler, die besten Leute im
Tagesgeschäft lassen und die neue
Richtung von denen machen lassen, die
gerade Zeit haben oder vielleicht noch
schlimmer nichts zu tun. Und damit die
Verschiebung nicht nach 3 Wochen wieder
einschläft, brauchst du Punkt 4, ein
fester Takt, in dem nachgehalten wird.
Umsetzung ist keine Frage der
Motivation, sondern der Wiederholung. Du
brauchst hier Stringenz, was nicht in
einem festen Rhythmus abgefragt wird,
passiert nicht. Dazu gehört ein fester
wöchentlicher Termin im Führungsteam.
Immer dieselben Kennzahlen, immer
dieselbe Frage, nämlich was seit letzter
Woche passiert ist und was im Weg steht,
was noch fehlt. Machen, prüfen,
anpassen. Wandel und Erfolg entstehen
durch Routine, nicht durch Abenteuer.
Ein kurzer Termin, jede Woche schlägt
einen langen Workshop im Quartal, weil
du Abweichungen nach 7 Tagen siehst und
nicht nach 90. Im Turnaround wird das
umso wichtiger, aber noch besser ist es,
wenn du dein Monitoring im normalen
Tagesgeschäft
verankert hast. Viele scheitern nach dem
Plan an der stringenden Umsetzung. Siehe
hierzu auch meinen Free Report zu den
sieben Denkfehlern, Link in der
Beschreibung. Man lässt einfach los und
sagt sich, jetzt weiß ja jeder, was zu
tun ist und dann läuft das schon.
Aus meiner Erfahrung greift das zu kurz.
Du musst, wenn du wirklich willst, dass
Strategien umgesetzt werden, nah dran
sein, strategische Changeprjekte haben
für jede Initiative
und die obenerwenden Champions müssen
dafür Verantwortung tragen und müssen
konsequent und kontinuierlich zur
Rechenschaft gezogen werden. Was du
nicht tun solltest, den Termin ausfallen
lassen, wenn es gerade brennt. Das ist
sehr schlecht. Genau dann ist er am
wichtigsten und genau dann fällt er
meistens aus. Das ist weder Konsequenz
noch Kontinuität.
Kommen wir zu Punkt 5. Es ist der an dem
Kalkulierte Risiken statt Stillstand
die meisten Unternehmer in schwierigen
Zeiten stehen bleiben. Kalkulierte
Risiken eingehen, auch wenn es
ungemütlich ist. In unsicheren Zeiten
hören viele auf Risiken einzugehen. Das
fühlt sich vernünftig an und ist der
sicherste Weg in den Stillstand. Auch
einer der sieben Denkfehler, die ich bei
Unternehmern und Führungskräften am
kritischen Punkt entdeckt habe. Wer in
schwierigen Zeiten keine kalkulierbaren
Risiken mehr geht, noch nicht mal
kalkulierbare, trifft auch keine
Entscheidung mehr. Wichtig ist in diesem
Zusammenhang folgendes. Es geht nicht um
Mut und nicht um Bauchgefühl. Kalkuliert
heißt, dass du vorher weißt, was es
kostet, wenn es nicht funktioniert und
dass du in diesem Fall das auch
aushalten kannst. Wenn du eine
Entscheidung dreimal vertagt hast, ist
nicht die Information das Problem,
sondern die fehlende Bereitschaft mit
Rest Unsicherheit zu entscheiden. Ich
erinnere mich nur zu gut an eine
Verhandlung über einen Deal im Wert von
Hunderten von Millionen, bei dem ich die
Entscheidung traf, dass wir uns
zurückziehen,
obwohl nicht alle Fakten auf dem Tisch
lagen. Diese zu bekommen war allerdings
unwahrscheinlich. Und wenn wir die
Bedingungen der Gegenseite akzeptiert
hätten, ohne diese Fakten zu kennen,
wären mehrere hundert Millionen mit
großer Wahrscheinlichkeit aus unserer
Sicht den Bach runtergegangen, auch wenn
es nicht sicher war. Wichtig für dich,
warte nicht auf den idealen Zeitpunkt,
dass du alle Infos hast. Den erkennt man
immer sowieso erst rückwärts. Damals war
das wirklich die richtige Entscheidung,
denn unser Konkurrent hatte sehr viel
Geld verloren. Bleibt der sechste Punkt
Die Stoppliste: Was du für Wachstum aufgeben musst
und der ist der unbequemste von allen.
Erstelle eine Stopliste, also das was
ihr ab sofort nicht mehr macht. Jede
Strategie, die ich kenne, hat eine Liste
mit dem, was neu gemacht wird. Fast
keine hat eine Liste mit dem, was dafür
aufhört. Warum ist das der entscheidende
Punkt? Nun, deine Leute haben keine
freien Kapazitäten. Alles neue kommt
oben drauf. Und damit ist die Umsetzung
von Anfang an eine Frage der Überstunden
statt der Prioritäten. Wenn du nichts
freischaufelst, siehe mein Beispiel
vorhin. Du musst es konkret machen.
Welches Produkt, welcher Kunde, welches
Projekt, welches Meeting, welcher
Bericht fällt weg und zwar schriftlich
mit Datum und im Führungsteam abgestimmt
im Protokoll. Natürlich ist das
unangenehm. Aufhörend fühlt sich nach
Scheitern an, weil jemand das mal
aufgebaut hat. Sag hier klar, dass die
bereits investierte Zeit keine Rolle
spielt für die Frage, ob es heute noch
sinnvoll ist. Man muss um neue
Strategien erfolgreich umzusetzend
zwingend alte Dinge einstellen. Eine
Strategie zeigt sich nicht daran, was du
beschließt, sondern daran, was du dafür
sein lässt.
eine Entscheidung, ein Name, verschobene
Ressourcen, ein fester Takt, kalkulierte
Risiken und eine Stopliste. Das ist der
Unterschied zwischen einer Strategie und
Wachstum. Und wenn du beim Durchgehen
bei zwei oder drei dieser Punkte gemerkt
hast, dass du gar nicht sicher sagen
kannst, wie es bei euch wirklich
aussieht, dann ist das kein Zufall. Nach
ein paar Jahren im eigenen Unternehmen
siehst du ausgerechnet die Stellen nicht
mehr, an denen es klemmt. Warum das auch
erfahrenen Unternehmern passiert und was
dagegen hilft, erkläre ich dir in diesem
Video. Klick jetzt drauf.
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